Markus: Geschichte neuen jüdischen Verstandes und bis heute reichender Missverständnisse

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Philo von Alexandrien steht für das hellenistische Judentum der Diaspora und damit auch Roms, dem die Kirche folgte. Dieses Denken ist im Gegensatz zur göttertreuen philosophischen Lehre in unzähligen Texten, die teilweise auch erst in früher Kirche entstandenen, erhalten. Allein was als „Denkender Glaube“ als eine Biografie Philos von Alexandriens nachzulesen ist, beschreibt einen neuen, weltgültigen jüdischen Bund, der ein rational begründeter Vernunftglaube war und im Bedenken der gesamenten Welt-geschichte in frühwissenschaftlicher Natur-/Sinnlehre die Wirklichkeit Josua, lat. Jesus verstand. Er ist neben dem Wissen um anfängliche Bewegungen, wie sie sich teil erst durch neue Funde zeigen, einer der vielen Zeit-Zeugen die eindeutig belegen: Die in Natur/Vernunft begründe Sinnhaftigkeit, die aufgeklärten Juden, statt der Glaubensgesetzlichkeit maßgebendes Wort/Bestimmung, damit neuer Bund war, war die historische Wirklicheit Josua, lat. Jesus als Christus: Jetzt weltgültiger Judenkönig, der das, was Beschnittenen statt Göttermythen und Kaiser als JHWH wesentlich für alles Seins war, für alle Welt offenbar machte, über die Traditionsgesetzlichkeit hinausgehend sagte, was Recht, Maß menschlichen Lebens ist.
Wie auch in den vorhergehenden Beiträgen verdeutlicht, ist es nach der heutigen theologischen Deutung auch in der im mittelplatonistischen Rom verfassten Markusgeschichte (die über die weiteren Synoptiker unser Jesusbild prägt), mit keinem Wort um den heute gelehrten jungen Mann gegangen, der alles etwas besser wusste und im Kopf seiner Anhänger herrlich wurde. So hat auch die Abschlussvorlesung mehr als klar gemacht, dass nicht nur die Worte Jesus am Kreuz sich nur in dem begründen lassen, was das mittelplatonistisch-hellenistische Judentum in Vernunft/Natur als Sinn/Bestimmung und damit als das durch Moses bekannte Wort verstand. Was so der jüdische König und die Wirklichkeit Josua war. Wo der Kosmos jetzt als Tempel galt, ist es klar, was hinter dem Bild vom Zerreißen des Vorhanges im Kreuzgeschehen steht, der den Blick auf das im Judentum als JHWH oder Wort „wesentliche allen Seins“ allen Völkern offensichtlich machte. Auch die Selbstoffenbarung in der Verhörszene oder am Kreuz hat mit Verherrlichung eines Handwerksburschen durch seine Anhänger oder einem Hirngespinst des Glaubens nichts zu tun.
Kein Landstreicher mit zufälligem Namen Jesus, sondern die Vernunflehre Josua, lat. Jesus, hat in Jerusalem Einzug gehalten und stand in Konflikt mit der Tempelaristokratie, den Schriftgelehrten und Führern Israels, wie der römischen Obrigkeit, hat die Augen geöffnet und Tode erweckt. Das weltgültige Israel, das Hören/Verstehen auch bei Heiden, wie es die Gleichnisse vom unfruchtbaren gewordenen und jetzt wieder Früchte bringenden Feigenbaum oder Weinberg zum Ausdruck bringen, ist im denkenden Glauben bei Philo von Alexandrien, damit des hellentischen Judentums der Diaspora (dem die Kirche in ihrer Christologie/Theologie folgte), nachzulesen. Es ist völlig absurd deutlich zu machen, wie Jesus für die Verfasser Gott auf Erden gewesen wäre oder mit jedem Schritt der Passion die Wesentlichkeit als Christus deutlich wurde, dieser nach Markus auch am Kreuz alle Fäden in der Hand hielt. Und dann die Studenten im Glauben zu lassen, da sei nur ein Handwerksgeselle gewesen, der das alles nicht war und wollte in nachösterlichen Visionen seiner Freunde zum Heiland der Welt geworden.
Die Bedeutungsaussagen und Erwartungen, die mit dem christlichen Wesen verbunden waren, können nur darin begründet werden, dass das Wort, das Juden als Weisheit des Volkes die Funktion des Königs war, jetzt weltgültig in Vernunft begründet wurde. So sind alle Aussagen von Markus keine Verherrlichungsrede oder reine Märchen aufgrund alter Mythen, sondern werden heute theologisch gelehrt und wären bildhaft zu verstehen. Denn mit den dem, was heute bei einem vorausgetzten jungen Mann als Halluzination seiner Anhänger hinten herauskommt, sind diese in Rom, damit in Straßennachbarschaft von Seneca & Co. von Diasproajuden (denen die Natur/Sinnlehre der Stoa neue Thora/Weisheit war), verfassten Theologiegeschichten in keiner Weise zu erklären.  Ja, hier ging es um eine konkrete geschichtliche Gestalt, die nur im Ganzen zu verstehen ist und die zur Kirchengeschichte wurde. Doch wer weiß, dass die Apologeten und Vordenker der Kirche allesamt Neuplatoniker waren, denen es um die in Natur/Vernunft begründete Sinngebung (Logos) als Wort ging, das sie im Westen als Gottessohn in konkreter Gestalt zum Volkskult machen mussten, der weiß: Dies menschliche Gestalt war kein Scheinwesen, sondern schöpferische, kreative Wirklichkeit in Kulturgeschichte.
Die Anfeindung mit alten Autorität, der Streit und die Verurteilung durch die Obrigkeit im Prozess der Zeit ist allein schon in Philo zu beobachten. Auch wer dem alten Jerusalem den Rücken zukehrt, aufgrund seiner starren Ablehnung der Vernunftlehre den Untergang prophezeite und doch zum Heil der Welt wurde, Wachsamkeit verlangt… ist klar. Das war kein häretischen Landstreicher, der nach dem Tod im Kopf seiner Anhänger herrlich wurde. Der Weltenrichter, die Offenbarung dessen, was den Vätern wesentlich war, all dies lässt sich in der Natur/Vernunft erklären, die nicht allein das philosophische Judentum Alexandriens als neue Sinngebung sah und die in Rom am Kreuz eines Gottessohnes in menschlicher Gestalt bis heute zu leiden hat.
Wer heute nicht mehr eine wörtliche zu verstehende Begebenheit, kein Glaubens- oder Verherrlichungsmärchen, sondern eine Theologiegeschichte im Märchenstil vorstellt, bei der auch der Hautmann als Randfigur noch vor Rom/Petrus den wahren Judenkönig an Stelle des Kaisers erkennt, der macht es selbst völlig absurd, einen jungen Mann als einzig wissenschafliches historisches Wesen Jesus hinterfragen zu wollen. Zumals Paulus, Johannes oder die gesamten außerkanonischen christlichen Texte sowie die frühe kirchliche Lehre sich eindeutig in antiker Philosphie, deren Weiterdenken erklären lassen. Und auch die logische kulturelle Entwicklung keinen anderen Schluss zulässt, als dass die in Natur/Vernunft begründete Sinnhaftigkeit das christliche Wesen war. Wenn daher Markus als Grundlage der synoptischen Jesusgeschichten, die einzig noch die Grundlage für die Hpothese eines jungen Mannes lieferte, sich jetzt auch noch als Kurz-schluss erweist, der das Christentum zum unbedeutenden Schwachsinn machen würde, steht dessen rationaler Begründung nichts mehr im Wege.
Wo daher die theologische Wissenschaft nicht in aufgeklärter Weise nach dem christlichen Wesen forscht, ist der Weinberg des Herrn unfruchtbar, die christliche Religion zur Räuberhöhle geworden.
Philo von Alexandrien hat als Vertreter der philosophischen Bildung des auch in Rom vertretenen Diasporajudentums die Markusvorlesung über das Messias-Missverständnis der Jünger mitgehört. Er meldet sich hier zu Wort: Damit der Sinngebung/Bestimmung, somit Lebensweise, die im neuen Welt- und Selbstverständnis des antiken Judentums in Funktion Josua, lateinisch Jesus bedacht wurde, so historische Wirklichkeit war. Denn im hellenistischen Judentum der Diaspora entstanden nicht nur die Texte des Neuen Testamentes. Durch den bildhaften Verstand der Thora, damit der Moses-Propheten als frühe Philosophie, wurde die hellenistische Lehre über das natürliche Werden und die danach vernünftige Lebensweise, wie sie auch die Stoa vertrat, nicht verworfen, sondern so erst Kult(ur)bestimmung. Diese Vernunftlehre (Logos) wurde als das verstanden, was seit Moses nur Beschnittenen maßgebendes Wort war. Dies war ein nun weltgültiger Bund, der sich im natürlichen Werden (Evolution) begründete und wo der in Vernunft erklärte Kosmos (Ökologie) der neue Tempel war. In diesem Sinne wurden bereits die gesamte Theologie des neuen Testamentes und damit die Anfänge des Christentums in der Vernunft des Hellenistischen Judentum begründet, wie wir es maßgeblich durch Philo kennen. In diesem Beitrag wird nicht nur von „Vernunft“ als neuem „Wort/Bestimmung“ gesprochen, sondern der so gegebene neue, nun aller Welt offene jüdische Gottesverstand bedacht.    

Bei dem, was heute als Glaube an einen vorgesetzten Aufpasser, Eingreifer, Designer gilt und bezweifelt wird, dann in moderner Gotteslehre als eine schöpfungs-/naturfreie unbestimmte und bedetungslose letzte Hoffnung gelehrt wird, hält er es für besser, nicht einfach von einem „Gottes“verständnis zu reden. Im hellenisischen Judentum und damit am  Anfang des Christentums sei es um den aufgeklärten Verstand eines „gottesbildfreien“, in Natur begründeten Grundes/Sinnes gegangen. Damit einer in natürlicher Schöpfung begründeten Bestimmung von dem, was bereits den Propheten als frühen Philosophen mit Blick auf den dann in Vernunft, heute in Evolution erklärten Lebensfluss schöpferisch wesentlich war und sein wird: JHWH. So hätte es auch keine Gotteszweifel oder vergebliche Beweise gegeben, war kein „Glaube“  an eine vorgesetzte Gottheit im heutigen Sinne. Wo im natürlichen Lebensfluss die schöpferische Bestimmung (Wort) wahrgenommen wurde, so Glaube war, hätten sich (Gottes)Zweifel nur dort eingestellt, wo der Sinn kosmischer oder kultureller Phänomene noch nicht in Vernunft/Zweckmäßigkeit erklärt war. Doch jetzt würde alles natürlich erklärt. Nachdem die Evolutionslehre von der menschliche Gefühlswelt, dem ebenso von Vernunft zu leitenden Hunger auf Fett als in Steinzeit sinnvoll, so jedes Körperteil und seine Funktion, selbst die Erdbeben in Erdplattenverschiebungen als sinnvoll-vernünftig erklärt, seien auch die letzten Zweifel an das erledigt, was Juden und dann Christen maßgebende Herrlichkeit war.  

Vom sinnvoll-natürlichen Prozess ging eine Bestimmung aus, die dort galt, wo auch die biblischen Kult-Texte des neuen Bundes/Verstandes entstanden. Wo dann für den Volksverstand, damit die messianische Wirklichkeit des neujüdischen Verstandes die alten Gottesbilder/-geschichten  aufgenommen werden mussten. Was zu den biblisch beschriebenen und bis heute zu beklagenden Missverständnissen führte. Denn die Bestimmung ging bei Juden nicht von Königen oder sonstigen Gottheiten wie Isis und Mithras, später im Monismus Zeus aus, die bisher die im kosmischen Werden begründete Sinnhaftigkeit/Vernunft in Gemeinschaft vermitteln mussten, sondern einem Wort, hebr. auch Vernunft. Die im natürchen Werden begründet und im Volk selbst bestimmend war.

Mit Blick auf den neuen Weltverstand, der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos weltweit und auch im Judentum der Diaspora deutlich wird, macht er nicht nur die Hypothese eines nach seinem Tod zu Gott gewordenen Heilspredigers als historischen Jesus völlig obsolet. Er ruft zu einem neuen Verständnis der christlichen Geschichte auf. Das so einem aufgeklärten natürlich begründeten Vernunftglaube, damit im natürlichen Werden, in Evolution begründeter ökologischer Vernunft im Volk nicht weiter im Wege steht.

Da der neue Bund/das neue (Gottes)Verständnis dessen, was den Propheten als JHWH, damit als das Seiende (oder der Sinn/Grund) gottesbildlos wesentlich war, im Diasporajudentum in zeitgemäßer philosophischer Naturlehre in Vernunft erklärt wurde, so „offenbar“ war, wollte er in Heidelberg etwas über die bis heute reichenden Missverständnisse dieses jüdisch-christlichen Verstandes hören. Um so klar zu machen,  wie der Anfang des Christentums in aufgeklärtem Verstand (Auferstehung) damit der Wirklichkeit Josua, lat. Jesus begründet war. Von wegen Visionen, die die Anhänger eines Heilspredigers nach dessen Tod hatten, wie heute die christliche Offenbarung den Studenten nicht nur in Heidelberg vermittelt wird. Da war denkender Verstand, wie er heute wieder gefragt ist.

Nach dem heute selbst die Wundergeschichten als Aussagen über ein „Jüngerunverständnis“  als Unverstand, Missverstand früher Kirche in anfänglicher christologischer Diskussion ausgelegt werden,  bittet er das damals vernunftbegründete Verständnis zu bedenken, wie es im hellenistischen Judentum gerade in der Diaspora galt. Darum sei damals auch in Rom gerungen worden, wo der Markustext entstand. Was von Anfang an zu Missverständnissen und Verstockungen führte, die dort beschrieben seien. Denn wo seit Erasmus von Rotterdam Gottesnamen und Christologietitel einheitlich in Jesus übersetzt wurden, ging es dem sich jetzt in Vernunft begründenden christlichen Judentum bei seinem aufgeklärten Weltverstand nicht um einen in Trauerbewältigungsvisionen zu Gott gemachten Handwerker. Wie es heute an den Hochschulen als „nachösterlicher“ christlicher Glaube gelehrt wird. Da war ein neuer  gottesbildloser Verstand der schöpferischen Wirklichkeit, Sinnhaftigkeit und somit auch Bestimmung menschlichen Lebens: Ein Wort, das bisher nur Beschnittenen galt. Was in seiner weltgültigen Form die Funktion/Wirklichkeit eines neuen Josua, lat. Jesus war. Und was die in einem grenzüberschreitenden aufgeklärten Verstand begründete christliche Hoffnung auf ein Leben in kulturellem Friede und Vernunft war, auf dessen Weg wir noch immer seien.

Nicht nur einfach von einem neuen Bund zu sprechen, wie wenn das Juden maßgebende Wort in neuen Büchern gelesen oder diese nur besser ausgelegt wurde, sondern nach dem neuen Weltverständnis zu fragen, würde nach Philo beim Verstand der geschichtlichen Wirklichkeit helfen. Dabei sei ein gottesbildfreies, in früher Naturwissenschaft begründetres Verständnis zu bedenken, wie es nicht nur bei Juden das Thema der Zeitenwende war. So wäre nicht nur zu verstehen, was das Christentum ausmacht, sondern das Tor zur wahren Vernunft, wie sie heute auf Weltklima- oder Friedenkonferenzen diskutiert, von aufgeklärten, engagierten Weltbürgern auch als ganzheitliche ökologische Lebensweise gefordert wird, weiter geöffnet.

Geheimnisvolle Offenbarungen, Wunderglaube oder all das, was mit Beginn neuzeitlicher Aufklärung zur Trennung von Glaube und Wissen, damit letztlich zum Aber-glaube und scheinbaren „Gottestod“ führte, einer aufgeklärten Vernunftreligion im Wege stand, ließen sich auflösen. Wenn die Neutestamentler nicht nur in notwendigen Kulttexten lesen, sondern das Wissen um das damalige Judentum, wie es auch in vielen Funden über frühe Reform- und Erenntnisbewegungen oder in Qumran ausgegraben, ernst nehmen würden. Die im Namen Josua/Jesus geschehene „Offenbarung“ würde dann nicht gegen einen aufgeklärten Verstand in vernünftiger/sinnvoll erklärter natürlicher Wirklichkeit sprechen, wie sie heute an den Schulen gelehrt wird. Denn dort wo Jesus steht, sei in antiken Aufklärung ein denkerischer, in Vernunft begründeter Verstand gewesen, der als Josua, lateinische Jesus historische Wirklichkeit war. Der an der Achse der Zeit von Aberglaube, von menschlichen Gottheiten, wie erstarrte jüdischer Gesetzlichkeit zu befreite. Der die Kulturen versöhnte und dabei das Kreuz der zum Messias-Missverstand führenden alten Vorstellungen tragen musste.

Sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe, wie neutestamentliche Theologen,

ich spreche hier nicht als einzelner Denker, sondern stellvertretend für den neuen Verstand jetzt natürlicher schöpferischer Wirklichkeit als Bestimmung. Damit als Vertreter eines neuen Bundes, Gottesverstandes, wie er das hellenistische Judentum auch in Rom ausmachte. Wo Markus nach heutiger Wissenschaft nicht nur verfasst wurde, sondern teilweise auch handelt. Wo selbst die bisher einem Vernunftglaube im Weg stehenden Wundern  (bisher naturbrechende Gottesbeweise eines gutherzigen Handauflegers) als Missverstand der frühen Kirche, anfänglicher Christologie-Diskussion gedeutet werden. Aber da ich nach kirchlicher Säuberung aller philosophischer Schriften der einzig Überlieferte bin. Da sich die Väter der Kirche bekanntlich auf mich beriefen oder gar einen Teil der unzähligen in meinem Namen verfassten jüdisch-hellenistischen Philosophie verfassten. Und da die Kirchenlehre meiner Christologie/Theologie folgte, meine alexandrinischen Nachfolger beim christologischen Streit früher Kirche, damit auch dem in Makus beschriebenen Missverstand der Jünger im Mittelpunkt standen, muss ich mich zu Wort melden. Und da dieses bisher als Thora erstarrte, bereits den Propheten gegebene Wort/Vernunft von uns auch übersetzt wurde, nach Verfall der kirchlichen Lehre zur Glaubensgrundlage wurde. Daher denke ich, dass ich zur Erhellung der bis heute andauernden Jünger-Missverständnisse beitragen muss.

Auch wenn es bei mir wahrscheinlich nicht um die Lebensgeschichte eines einzelnen Denkers geht, der sich still und heimlich privat einen neuen Bund ausdachte und sich dabei auf Josua berief. Der so auch mit dem Jesus Christus der Kirche kaum was zu tun hätte. Sie können das, was ich hier zu bedenken gebe, allein mit Blick auf meine Biografie durch den Alttestamentler Otto Kaiser als „Denkender Glaube“ nachlesen. So können Sie etwas über den Schöpfungs- und damit Gottesverstand des Neuen Testament erfahren, das wir im aufgeklärten Verstand des Alten als Wirklichkeit Josua sahen. Und so auch die Missverständnisse um seine messianische Wirklichkeit bei den Wundergeschichten, damit in frühkirchlicher Christologie-Diskussion verstehen, wo neuer Verstand des Wortes/Weltvernunft im Volk das Thema war. Aber nachdem ich nicht mehr als absurde Allegorie gesehen im Missverstand des wahren Moses werde, wie noch vor wenigen Jahrzehnten, weil die Arbeit der Archäologen zur bildhaften Auslegung nicht nur des Alten Testamentes, sondern auch der bei uns in diesem Sinne verfassten neuen Texte zwingt, gibt es inzwischen zahlreiche Literatur über mich. Allein wenn der umfassende Denkprozess deutlich gemacht wird, der in der Zeitenwende zur Versöhnung des Hellenismus mit dem Judentum, wie von alten und neuen Vorstellungen führte, wird das deutlich, was die in meinem Namen beschrieben Lebensarbeit von Denkern, vornehmlich im hellenisischen Judentum der Diaspora ausmacht.

Als erstens möchte ich Ihnen ganz herzlich danken. Denn Sie haben heute in der Markusvorlesung erneut wieder genau das deutlich gemachen, was uns am Herzen lag: Den neuen Verstand des schöpferisch Wesentlichen im universalen, jetzt weltgültigen Sinne. Wie ihn wir in antiker Aufklärung in Berufung auf Moses in früher Naturwissenschaft bedachten. Was im Judentum als Menschensohn galt, den menschlichen Verstand einer  schöpferischen Bestimmung/Weisung (Wort) ausmacht. Die die von uns, wie den als frühe Vernunftlehrer/Philosophen verstandenen Propheten im realen schöpferischen Werden bedachten wurde. Ein Menschensohn, der auch die Rolle der griechischen Gottessöhne als Wundermänner übernehmen, so deren Kreuz tragen musste.

Denn während noch vor wenigen Jahren die Wunder des christlichen Wesens gelehrt wurden, wie wenn ein junger Galiläer als Gottessohn genau das so bewirkte, wie es buchstäblich geschrieben wurde, bedenken Sie heute die theologische Bedeutung, zeigen die Beschreibung eines christologischen Missverstandes in der frühen Kirchengeschichte auf, wie er auch geschichtlich bekannt ist.

Wer die Wundererzählungen einen Un- oder Missverstand in früher Kirche beschreibt, dessen Adressaten  in Diskussion über das christliche Wesen stehenden Römer waren. Der macht nicht nur deutlich, dass es bei Markus nicht um einen handauflegenden Handwerksburschen ging, wie er heute als historischer und dann in Visionen seiner Anhänger herrlich gewordener Jesus gilt. Ein tiefenpsychologischer Geistheiler, der den Armen half, die sich keinen Arzt leisten konnten und darum nach seinem Tod als neue „nachösterliche“ Gottheit galt, wäre bei uns nie das theologische Thema gewesen. Auch ein Gutmensch, dem die Heilstaten, wie sie allesamt auch von alten Gottessöhnen berichtet wurden oder aus alttestamentliche Mythen bekannt sind, aus Verherrlichungszwecken angedichtet wurden, hätte in unserem neuen Verstand/Bund keine Rolle gespielt. Aber auch das Argument der Kritiker, die dann von Verdummung, Manipulation der Masse sprechen oder unterstellen, dass es beim historischen Jesus nur um ein Aufwärmen alter Göttergeschichten ging oder im Alten Testament erzählter Wunder, damit im Ausklammern unseres Neuverstandes den historischen Jesus abstreiten, haben Sie aus der Hand genommen. Denn um einen aufgewärmten Wundermann kann es bei ernsthafter Betrachtung im heutigen Sinne früher Missverständnisse nicht gegangen sein.

Vielmehr scheint die Rolle, die der Gottessohn im Westen zu tragen hatte, während die Araber das christliche Wesen nicht als Gottessohn am Kreuz sahen, sondern einen Propheten sprechen ließen, in Diskussion gestanden und zu bis heute andauernden Missverständnissen beigetragen zu haben. Doch in Ihrer Auslegung bewirken Sie wieder den Anfang von Blindenheilung, räumen auch mit Ihren eigenen Missverständnissen auf. Denn im Weitderdenken Ihrer Auslegung ist die Stimme der Vernunft, nach der aufgeklärte Weltbürger rufen, als das zu erkennen, was uns schöpferische Bestimmung war und von Markus in Rom als Gottessohn vermittelt wurde.

Wenn Sie der Frage nach dem historischen Jesus noch nicht mal unseren neuer Bund/Verstand bedenken wollen, kann das keine historische Wissenschaft mehr sein. So kommen nur geschichtswissenschaftlich völlig unhaltbare Dinge, wie die durch einen angeblichen Wendepharisäer rund um das Mittelmeer Überredeten oder sonst im Jordan zu heiß gebadete (mit der Taufe wird von Ihnen in „Die Wirklichkeit als Bild“ der von frühen Christen gelebte Gemein-Sinn begründet) Anhänger eines angeblichen Heilspredigers heraus. Was dann als „nachösterlich“ gilt. Daher bitte ich Sie, wie auch nach jeder Vorlesung über die Theologie des Neuen Testamentes (Historische Jesus), nach dem in der Zeitachse weltweit notwendigen Verstand einer neuen Bestimmung zu fragen. Um solche Banalitäten, wie sie heute den christlichen Anfängen als „Offenbarung“ unterstellt werden, kann es beim neuen Bund/Verständnis, das ungeachtet aller Begrifflichkeiten und weitergeführten wundersamen Gottessohns-Geschichten kein Glaube an eine vorgesetzte, gar menschliche Gottheit war, nicht gegangen sein.

Wo nicht nur die jüdischen Väter, sondern auch die Gottheiten der Ägypter, Griechen, Römer wie andere Weltkulturen bedacht und die schöpferische im Rahmen der gesamten Philosophielehren als schöpferische Gegenwart wahrgenommen wurde, da war unser aufgeklärter Verstand „Offenbarung“. Da war keine Vision in Trauerbewältigung nach dem Tod eines Gurus, der auch bei Markus nicht vorkommt.

So bitte ich Sie einen weit über das Diasporajudentum hinausgehender Denkprozess zu berücksichtigen bei dem keine übernatürlichen Wunder, Naturbrechungen oder sonst geheimnisvolle Eingebungen zu einem neuen Verständnis führten, sondern das in Vernunft erklärte natürliche Werden, der Kosmos, was heute als Evolution und Ökologie nur etwas empirischer erklärt wird, neuer Tempel und Thora waren.

  1. Verstand eines Sinnes/Grundes in natürlich-schöpferischer Wirklichkeit

Auch wenn es als allzu großen Anmaßung erscheint, jetzt nicht nur das Jesusverständnis, sondern auch noch das damit unmittelbar verbundene Gottesverständnis in Frage stellen zu wollen. Doch was sonst war zur Zeitenwende, nach dem Wandel vom Mythos zum Logos nicht nur unser Thema, sondern das der gesamten Welt?

Und geht es um den richtigen Gottesverstand nicht in der ganzen Geschichte, sondern auch den biblischen Geschichten? Musste so im Laufe der Zeit nicht auch immer wieder das auf ewiger Wanderschaft, nach Moses nur zeltende Verständnis dessen, was den Propheten als Wort maßgebendes Gottesverständnis war, dem kreativen Wandel der Zeit angepasst werden? Was sonst als ein neuer Verstand dessen, was bisher bestimmungsgebend war, stand auf dem Programm der Zeitwende und bewegt die Glaubensentwicklung bis heute? Was sollte es bewirken, über die offenbarende oder sonstige Bedeutung Jesus zu reden, gar einen neuen Bund, wenn dabei der Verstand eines gemeinsamen Sinnes in Vernunft (Logos) nicht bedacht wird, der gerade zur Zeitenwende, dann in Folge in christologischer Diskussion stand?

Wenn wir von einem neuen Bund sprachen, einem neuen Verstand des Wortes, wissen Sie, wo wir gehört, verstanden haben. Ihnen ist bekannt, dass wir zwar die alten Texte auf aufgeklärt bildhafte Weise verstanden und uns so auf Moses, die Propheten als frühe Philosophie beriefen. Aber Sie wissen auch, dass wir nicht in einer Schattenwelt persönlicher Vorstellungen, auf Bauchgefühle oder Überlieferungen hörten. Wir waren zwar schriftverständig, aber wir waren die Gegner der Schriftgelehrten, die auf die nur den Beschnittenen gegebene Bücher, wie die Thora bestanden. Der Verstand in Gegenwart unterschied uns von denen, die dieses Verständnis schöpferischer Bestimmung im Namen Josua/Jesus bekanntlich verurteilten. Es ist inzwischen allgemein bekannt, wie wir das Wort der in Vernunft erklärt schöpferisch-natürlichen Wirklichkeit (Logos) verstanden. Was Sie als Gottesverstand bezeichnet, hatte etwas mit Verstand zu tun. Die Auferstehung war ein aufgeklärtes Verständnis. Das bei uns, wie auch in der frühe Kirche im Gegensatz zu anderen urchristlichen Bewegungen auch die alten Texte, Gottheiten umfasste. Was nach Ihrer Auslegung ja auch das Thema der Wundererzählungen in Markus war.

Wer allein meine Biografie betrachtet, die die in meinem Namen verfassten philosophischen Schriften hellenistischer Juden auswertet, dem wird klar, was unseren Gottesverstand, damit einen denkenden, in Vernunft/Natur begründeten christlichen Glauben ausmacht. Wir haben nicht an Geister und alten Mythen geglaubt. Auch wenn wir die gelesen und aufgeklärt verstanden, in neuer Weise begründet haben. Wir wollten nicht aufgrund alter Lehren das Gottesbild eines Designers bewahren, wie er durch Moses in der Thora Grund der Verherrlichung gewesen wäre, sondern haben Moses als frühe Philosophie verstanden. Damit als das, was jetzt in Vernunft gegeben, zeitgemäße philosophische Lehre wa, die von Herakles, über Sokrates und Platon bis Pythagoras & Co. uns als Mittelplatonisten  galt. Was zu den Lebenslehren der Stoa und in deren Weiterdenken zur jüdisch-christlichen Kult(ur)bestimmung wurde, die in Kulturentwicklung auf kreative-gerechte Weise das Kreuz alter Gottheiten zu tragen hatte.

Wenn wir vom Gotteswort gesprochen haben, dann ist das bekanntlich aus dem in antiker Aufklärung geltenden Weltverständnis, damaliger Vernunftlehre erwachsen. Da war kein Nachlesen in alten Büchern. Da hat auch kein Spaghettimonster, wie heute die Atheisten den Glauben nach Büchern und deren Gottesbildern oder persönlichen  Vorstellungen auf den Punkt bringen, die Wolken zur Seite geschoben und sein Wort als bestimmende Lebenslehre verkündet.

Wir haben in einer gegenwärtigen Vernunfterklärung allen Werdens, die Ihr heute Evolution oder Ökologie nennt verstanden. Das war philosophischer „Verstand“ einer schöpferischen Bestimmung, in der wir die Wirklichkeit Josua/Jesus erkannten. In dem wir dessen Aberglaube vertreibende und in einen weltgültigen Verstand führende Funktion/Wirklichkeit sahen. So haben wir unsere Hoffnung auf ökologische/in Natur begründete Vernunft im Leben und Friede zwischen den Kulturen entwickelt.

Auch wenn sich die Kirchenväter zu Recht auf unser denkerisches, sich im bildhaft-aufgeklärten Verstand auf Moses beziehende Verständnis beriefen. Es waren vielfältigen Reform- und Erkenntnisbewegungen rund um das Mittelmeer, die zum neuen christlichen Verständnis führten. „Da sprechen Menschen von ihrer Gewissheit, Sinn und Ziel ihres Lebens gefunden zu haben, und dessen sie so gewiss sind, dass sie fortan von nichts anderem als dieser Erkenntnis mehr reden wollten“. So fasst Barbara Aland beispielsweise in „Die Gnosis“ die vielfältige Gotteserkenntnis, damit die denkerische, in philosophischer Erkenntnis begründete Wahrnehmung einer in Schöpfung begründeten Bestimmung als früher christlicher Glaube zusammen. Was in den zahllosen, längst nicht alle ausgegrabenen jüdischen Bewegungen unserer Zeit zur christlichen Mission auch der Kirche führte. Aber bekanntlich auch zu den Missverständnissen, die in Markus beschrieben sind.

Der Zeitenwandel hatte im gesamten Judentum zu einer Suche nach neuem Bund/Gottesverständis geführt. Die schöpferische Bestimmung, das Wort musste in neuer Weisheit begründet werden. Die „Verschlusssache Jesus“ besteht nicht darin, dass der Vatikan die Qumran-Funde unter Verschluss halten würde. Vielmehr ist es sträflich, wenn nicht bedacht wird, wie ein vielfältigen Suchen war, das zwar zur allegorischen Aufarbeitung der alten Schriften, deren bildhaftem Verstand, aber auch zu einem Verständnis in Gegenwart führte. Egal wie man Qumran sonst ansieht. Allein die dort ausgegrabene umfassende allegorische Aufarbeitung der alten Schriften und die denkerische Auseinandersetzung damit, ebenso wie neuen Lebens- oder Gemeinderegeln, die nicht nur zeitlich als Schwelle zum Neuen Testament gewertet werden, kippt Ihre These von der Vision nach dem Tod eines Handwerksburschen, in der dann dies alles begründet wird. Und wenn Sie unseren Verstand, unserer Rechtsbegründung betrachten, dann wissen Sie auch, wer auch in Qumran der „Lehrer der Gerechtigkeit“ war: Das, was Benedikt XVI. bei seiner Rechtsrede vor dem Bundestag in Ökologielehre zu bedenken gab, sich dabei auch auf jüdische Weisheit, wie die Stoa berief, aber entsprechend seiner Prägung die Menschen im Glauben an klein Jesus als Gott lassen muss.

Allein zu wissen, wie dort wo das Christentum entstand, auch die Gottheiten der Griechen, ob im Jupiter Dolichenus oder als römischer Zeus in aufgeklärtem Verstand, einem denkerischen Prozess des antiken Monismus (heute Ökologie) an der Spitze stand. Wie es auch bei uns bedacht wurde. Und wie so die in Einzelgottheiten verkörperten Aspekte der Vegetation oder Regionalgottheiten zu einer umfassenden Staatsgottheit wurden. All das  lässt Ihre Hypothese, dass dort die Visionen eines Handwerksburschen als Pantokrator Geschichte machten, völlig absurd erscheinen.

Und während die Pharisäer Jerusalems ihr Gottesverständnis im gründlichen Befolgen der Riten, dem Blick auf den Tempel oder den Buchstaben der Thora begründeten, haben wir in der Diaspora auf hellenistische Weis verstanden, so keine wilden Synkretismus, sondern eine denkerische Versöhnung der Kulturen und Zeiten bewirkt.

Aber ich will Sie nicht allein mit unserem aufgeklärten, jetzt vernunftbegründetem „christlichen“ (Gottes/Schöpfungs) Verstand , besser wäre einer schöpferischen Vernunft-Bestimmung als Wort in Funktion Josua/Jesus langweilen. Das alles kennen Sie bestens.

Wenn die ganze Aufarbeitung der Antike nicht umsonst war, die zahllosen Bücher über die antiken Philosophen keine Papierverschwendung sind, man besser aus den Bäumen gleich Brennholz gemacht hätte. Dann bitte ich Sie, das zu bedenken, was uns bewegte, den neuen, die Kulturen versöhnenden (Gottes)verstand ausmachte. Und da Sie wissen, wie all das, was Sie dabei an Weisheit und neuem Verstand zu Tage fördern, auch unser Thema  war, dem neuen „christlichen“ Bund/Testament im Namen Josua/Jesus zugrunde liegt, geht es nicht um die Verneinung des historischen Jesus, sondern dessen Begründung.

Die Zeit der Mythen, von Orakel, Leberschau und mysteriösen Stierblutriualien, meist für eingeweihte Männer, die bei den Philosophen im Kult weiter Volks- Kult(ur)bestimmend waren, war abgelaufen. Die konnten die Menschen so wenig wie der Gottessohn Nero zu der in natürlicher Schöpfung, damit neuem Gottesverstand begründeten Vernunft/Weisheit bewegen, wie sie beispielsweise die Stoa predigte.

Selbst Epikur, den die Neuen naturalistischen Atheisten (sich auf den von uns als Wort verstandenen natürlichen Lebensfluss berufend) als ihren Schutzheiligen auserkoren haben, hat nach dem Sinn des Seins, wie des Kultes gefragt. Auch wenn er die in Schöpfung begründete Lust in den Vordergrund stellte, während wir, wie die andere philosophische Schulen das schöpfungsgerechte (ökologische) Leben und die schöpferische Leistung als menschliche Bestimmung sahen. Und auch wenn für ihn, wie das gesamte Denken, nicht mehr die Mythen und ihre Gottheiten maßgebend waren, so waren die im Kult, damit im Volk bestimmend. So wurde auch bei den Griechen bedacht, in welcher Weise ein neuer staatstragender Kult zu gestalten war. Denn dass ohne einen gemeinsamen Kult, ohne die Verehrung dessen, was schöpferisch wesentlich, vernünftig (heute wird meist von Ökologie gesprochen) eine Kultur nicht funktioniert, sondern auf Dauer nur ihrer Egozentrik, ihren irrgeleiteten Trieben und der sinnlosen Kurzsicht folgt, war gerade den Mittelplatonikern klar, die die Stoa predigten.

So bitte ich Sie zu bedenken, wie wir hellenistischen Juden dabei unseren gottesbildlosen, gottesvorstellungsfreien Kult ins Spiel brachten. Bei dem sich bereits frühe Philosophie-Propheten auf das beriefen, was nun statt menschlicher Gottheiten als schöpferisch wesentlich in Vernunft erklärt wurde. Wie wir das, was bekanntlich auch Lebensweisheit der Stoa war, als Wort, damit jüdische Volksbestimmung verstanden. Wie im Sinn Josua/Jesus der jüdische Bund jetzt nicht mehr nur Beschnittenen galt, sondern allen Völkern das hebräische Verständnis in jetzt natürlich-kreativer Vernünftigkeit/Sinnhaftigkeit (Wort) eröffnet war.

Doch auch dass wir auf der Suche nach neuem Bund nicht vorschnell allein das ägyptische, persische, dann das vom Pharaonen-/Kaiser- und Götterkult der alten Hochkulturen befreite jüdische Verständnis bedachten ist bekannt. Hatte doch der Wandel vom Mythos zum Logos, die Geburt der Vernunft weltweit zu neuen Formen von Religion geführt.  Und wenn heute ernsthafte Forscher aufgrund meiner Schriften das Christentum in buddhistischer Spiritualität begründen wollen, dann zeigt dies nur, wie wir beim neuen Verstand die gesamten Weltreligionen bedachten.

So ist auch in anderen frühchristlichen Bewegungen, wie dem Manichäismus, ein alle damaligen Weltreligionen übergreifendes und damit auf einen natürlichen Nenner bringendes einheitliches Verständnis zu beobachten. Das alles andere war, als was heute dem Monotheismus als Glaube unterstellt wird. Wenn auch wir Alexandriner auf dem Weg zum neuen Verstand/Bund bei den Weltreligionen lernten, wie nachzulesen bei anderen Denkweisen forschten, dann ist das verständlich. Auch den Philosophen, die im Tao eine kosmische Ordnung umzusetzen suchten, haben dies nicht aufgrund nächtlicher Vision oder der Taufe im Ganges getan. Wo man von Meditation sprach, mit geistigen Übungen, statt auf die uns bekannte Weise in Natur/Schöpfung begründete Verant-wort-ung und Weisheit umzusetzen suchten, gingen ähnlich wie uns Denkprozesse voraus. Auch dort war ein Denken, das im neuen Weltverständnis und nicht in Zweibeinern begründet war, die in nächtlichen Visisonen zu Gott wurden. Mit den Worten eines dann „nachösterlichen“ von seinen Anhängern oder aus manipulationszwecken von der Kirche verherrlichten Handwerksburschen, hatte das neue Verständnis an keiner Stelle der Welt was zu tun.

  1. Hat die heutige Theologie den Verstand verloren?

Solange bei den Wundererzählungen noch  ein Wanderprediger übers Wasser ging oder später davon ausgegangen wurde, dass ein wiedererweckter junger Mann mit alten Wundergeschichten aufgewertet wurde,  konnten die Wunder noch halbwegs plausibel erklärt werden. Auch dass sich die Anhänger eines Heilspredigers, der als Auferstanden galt, über den rechten Platz an dessen Seite im Himmel stritten, war im Sinne alter buchstäblicher Lehre noch logisch. Doch wer jetzt in all dem, selbst den Wundergeschichten eine frühkirchliche Christologie-Diskussion für Römer unserer Zeit beschrieben sieht, die sich dem Götterkult enthielten. Der kann sich doch nicht als historischer Wissenschaftler bezeichnen wollen, wenn er dann weiter behauptet, aus Markus einen dort nicht vorkommenden Handwerksburschen ableiten zu müssen, der das alles nicht war und wollte und dessen Auferweckungsvisionen missverstanden wurden.

Muss man nicht völlig den Verstand, nicht nur für die uns wesentliche schöpferische Wirklichkeit, Sinnhaftigkeit verloren haben, die in antiker Aufklärung auch zum neuen Bund führte, wenn man auf einen Wanderprediger insistiert? Was hat es mit historischer Tatsache zu tun, wenn man es bei heutiger Deutung für einzig wissenschaftlich hält, einen Wanderprediger, der in nächtlichen Eingebungen zu all dem wurde, was in der Kirche in Diskussion stand, aus Markus abzuleiten? Und dann eine leere Vision als Grund all der dargestellten Missverständnisse und philosophisch geführten Diskussionen in der Kirchengeschichte hinstellen zu wollen?

Was hat ein Landstreicher mit dem Grund der uns wesentlichen und zu verehrenden schöpferischen Wirklichkeit/Sinnhaftigkeit zu tun, die wir in Vernunft als Christus erklärten? Wie wenn ein Gutmensch, als das der historische Jesus heute hingestellt wird, etwas mit der neun erfassten Wirklichkeit zu tun hat, die uns, wie den sich zu unserem Verständnis bekennenden Christen wesentlich war. Und aufgrund der diese den alten Gottheiten das Opfer versagten.

Aber wer den Gottesbegriff aus dem Bauch heraus, jenseits allen gerade für uns Diasporajuden schöpferischen Grundes/Sinnes, damit noch nicht mal dem Buch nach gebraucht, der kann scheinbar alles damit machen. Der kann dann auch einen gutherzigen Handwerksburschen oder die Halluzinationen nach dessen Tod als neue Gotteswirklichkeit oder gar dessen Königsfunktion verkünden. All das, was bei uns geschichtliche zu beobachten ist, wird dann einer Glaubensvision in die Schuhe geschoben, die die Anhänger eines Landstreichers hatten.

Der Neu-Verstand, der nachweislich bei uns zu einer neuen Wirklichkeit auch im Leben führte, wird ausgeblendet. Der neue Mensch, der dann auch zu neuen Verhaltensweise führten, wie sie die Stoa nur intellektuell lehrte, nicht im Volk lebte, wird in einer konstruierten Wirklichkeit früher Christen begründet. Das Taufritual, mit dem die Einweihung, die Abwaschung des Alten gefeiert wurde, muss in „Die Wirklichkeit als Bild“ dafür herhalten, dass Menschen einen frühen Sozialismus lebten. Das ist so ähnlich, wie wenn man den Sozialismus, der sich in Zeiten des „Gottestodes“ im Prozess der Zeit , nach dem scheinbaren Gottestod als säkulare neue Wirklichkeit in zahlreichen Modellen von Engels, Marx und vielen, vielen Anderen denkerisch entwickelt, in der Jugendweihe begründen wollte. Dass sich die Genossen allein aufgrund politischer Parolen und Ideologien dann nicht gemeinnützig verhielten und durch Schießbefehl eingesperrt werden mussten, der Realsozialismus scheiterte, scheint dann am falschen Taufritus gelegen zu haben. Wie Rituale zu einem Volks-kult gehörten, so auch im Kommunismus dazu beitragen mussten, Zeitgenossen, die die  säkular-sozialistischen Theorien nicht kannten, zu Genossen zu machen, war uns klar. Aber in Trauervisionen und anschließenden Taufriten, kann nicht das begründet werden, was sich in Geschichte beobachten lässt, ohne den bei uns in Kult(ur) verankerten Gemein-Sinn zu bedenken.

Die neue Glaubens- und Lebenswirklichkeit früher Christen unter Ausblendung des bei uns zu beobachtenden neuen Verstanden in den Visionen nach dem Tod eines heilspredigenden Handwerkers begründen zu wollen, der alles nicht war und wollte, was dann aus ihm gemacht wurde, hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Das ist so wissenschaftlich, wie die Reformation unter Ausblendung aller zeitlicher Prozesse, ob missbrauchter Lehre, politischer Begleitumstände, der Sehnsucht nach antikem Humanismus in verschrifteter Weisheit und vieler weiterer  Einflussfaktoren  der zeitlichen Entwicklung, in Luther-Verherrlichungsvision von Protestanten begründen zu wollen. Nein, noch schlimmer, die müssten dann Luther zu Gott gemacht, in dessen Eingebungen und nicht in den antiken Schriften die neue Wirklichkeit und Wahrheit gesehen haben.

Denn haargenau so muss dann, wenn logischerweise nicht mehr von einem Gott auf zwei Beinen ausgegangen und das neue Verständnis der Welt, der von uns bedachter Bestimmung im schöpferisch Wesentlichen ausgeblendet wird, die christliche Entwicklung erklärt werden. Auch beispielsweise „Die Weisheit der Urchristen“, die heute nicht nur aufgrund der Schriften, sondern von Gerd Theißen in der geschichtlichen Realität beschrieben wird, muss dann, wenn am Anfang „Gott sein Dank“ nicht mehr der historische Jesus als Gott mit zwei Beinen seines Heidelberger Vorgängers steht, sondern sein einfacher Galiläer, vom Himmel einer in Halluzinationen entstandene Wirklichkeit gefallen sein.

3. Wie Markus die Probleme Roms beim neuen Verstandes beschreibt

Ich will keineswegs die Rolle Josua, damit der Vernunftlehre einnehmen, durch die der hebräische Verstand des schöpferisch Wesentlichen, Bestimmenden im hellenistischen Weltverstand neu begründet, weltgültig wurde. Doch wenn Sie im Menschensohn kein Geistwesen sehen, sondern einen Hebräer, der sich nicht mehr auf menschliche Gottheuten berief, die bisher Vernunft vermitteln mussten. Damit einen Juden, der als mündiger Mensch selbst das Wort, die schöpferische Bestimmung verstand, wie es die alte Hoffnung  bereits in Daniel und Henoch war und dem die Augen geöffnet wurden. Dann können Sie mich, damit die Diasporajuden im zeitgemäßen Verstand der jetzt gegenwärtigen Bestimmung im Namen Josua, als Prototyp solcher Juden, damit aufgeklärte Menschensöhne betrachten.

Doch was hat es noch mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun, wenn heute klar ist, wie in der frühen Kirchen die Vernunftlehren (Logos) galt. In der wir den neuen Verstand des schöpferisch wesentlichen Grundes/Sinnes, damit eine Vernunft-bestimmung und so die frühchristlichen gemein-sinnigen Verhaltensweisen begründeten, was in Jerusalem, wie Rom in Diskussion stand. Dann aber zu behaupten, bei der selbst in Wundergeschichten thematisierten Christologie-Diskussion, die zwischen bisher die kosmische Vernunft vertretenden Kaisern und anderen philosophisch-christlichen Intellektuellen geführt wurde, wäre es nicht um das Wesen der Vernunft als Volkskult und ihr Verhältnis zu den Vätergottheiten gegangen. Vielmehr wären nach heutiger Lehre nur Visionen von einem wiedererweckten jungen Mann der Gegenstand der jahrhundertlang andauerenden Diskussion gewesen, aus der dann die verschiedenen heute als monotheistisch geltenden Geschwister hervorgingen.

Wie kann man auf die absurde Idee kommen, aus einer Diskussion, bei der es eindeutig um das Wesen der Vernunft ging, einen jungen Mann als einzige Wahrheit ableiten zu wollen. Wie wenn wir nicht wüssten, dass beispielsweise in Rom mit dem Markionismus diskutiert wurde. Damit einem Frühchristentum, das einzig die Vernunft gelten ließ. Das aus Verweigerung aufgeklärt-bildhaften Verstandes die Tora, ebenso wie die Gottessöhne verwarf und dem möglicherweise in dieser Diskussion auch Markus entgegengestellt werden musste. Dann aber die Vernunft, die dem die Bestimmung Moses verwerfenden Markionismus einzig galt, während wir Thora, wie griechische Gottheiten neu offenbarten/erklärten, ausblenden und blindwütig auf einen zur neuen Wirklichkeit konstruierten Landstreicher bestehen?

Es lassen sich in früher Christenheit viele geschichtliche Gründe beobachten,  die zu den Missverständnissen in der frühen Kirche und christologischer Diskussion führten. Doch wer logischerweise nicht mehr davon ausgehen kann, dass ein junger Mann die Person (Aufgabe/Rolle) Gottes war, sondern gegen seinen Willen in  psychologischen Visionen der Trauerbewältigung dazu konstruiert wurde. Der kann nicht allen Ernstes diese Halluzination als Grund der gesamten dann folgenden jahrhundertelangen christologischen Diskussion sehen wollen.

Allein sich den streitbaren Neuplatoniker Athanasius vor Augen zu führen, wie das Manfred Clauss auf kritische Weise tun, müsste genügen. Der in der Christologie-Diskussion maßgebend beteiligte Patriarch Alexandriens, der von meinen Schülern ausgebildet wurde, ist nicht Visionen jüdischer Groupies, die einen gehängten Galiläer anhimmelten,auf den Leim, sondern dem mir geltendenen neuen Verstand ausgegangen. Der mit für den kirchlichen Kanon und die Aufnahme auch des Markustextes verantwortliche Denker, wäre in wildesten Fieberträumen nicht auf die Idee gekommen, einen jungen Galiläer als die ihm, wie mir maßgebenden Sinn-/Vernunftlehre (Logos) auszugeben oder eine Vision als gleichen schöpferischen Wesen, wie die Vätergottheiten hinstellen zu wolle. Wollen Sie dem Kirchenvater, der den Arianismus bitter bekämpfte und dem wir die Trinitätslehre maßgeblich verdanken, weil er der Vernunftlehre eine neue schöpferische Rolle zubilligte, die schon im alten Gottes-Verstand wesentlich war, nun auch den bereits von uns bedachte neuen Verstand absprechen?

Auch wir haben uns der Bildsprache bedient, beispielsweise in einer Josefs-Geschichte die philosophisch bedachte Alternative zum Kaiserkult in einer Demokratie, Volksherrschaft in Natur, damit ökologischer Vernunft beschrieben. Richtig ist, dass wir zwar die im Werden begründete Vernunftlehre als das sahen, was bisher die Göttersöhne verkörpernd zur Welt bringen mussten, aber keine Geschichten schrieben, in denen die Vernunft  als Gottessohn Fleisch wurde. Aber Ihnen ist auch klar, dass mehr als bei uns in Alexandrien in Rom auch die alten Gottheiten in unseren im Grunde gottesbildlosen Kult einbezogen werden mussten. Nur so war die Versöhnung der Kulturen, der neue staatstragenden chrisltiche Volkskult an Stelle der Götter-Mysterien möglich.

Wir haben die Gottessöhne in aufgeklärter Weise verstanden. Auch wir hätten statt in Folge Moses bei der Weisheit von Josua/Jesus auch von Zeus, Jupiter oder einem Pantokrator  sprechen können. Wie er heute noch von exegetischen Werken, auch über Markus blickt. Doch wir waren jüdische Philosophen, keine Römer, die seit Konstantin die Christen nicht weiter verfolgten, sondern  einen neuen Staatskult suchten. Dass aber in Rom die Vernunftbestimmung/das lebendige Wort als Gottessohn vorgestellt und dann darüber diskutiert werden musste, sich die Missverständnisse einstellen, ist verständlich. So ist auch verständlich, wie die von uns in Vernunft verstandene kreative Bestimmung dort nicht nur in der Form eine Kaiser-Evangeliums, sondern auch in den Wunderberichten die Rolle der Gottessöhne, damit deren Kreuz tragen musste. Missverständnisse, die sich erst nach Ostern, nach dem aufgeklärten Verstand der Wirklichkeit des Menschensohnes auflösen, waren so vorprogrammiert. Doch was hat das alles mit Visionen von Anhängern eines Heilspredigers zu tun, über derem Wesen als Gottessohn (damit vormaliger Vegetations- Vernunftverkörperungen) gestritten worden sein soll?

Wenn  in einer frühchristlich gedeuteten Diskussion den Randfiguren, wie einem am Wegrand Geheilten, Pilatus oder dem Hauptmann am Kreuz schon vor anderen Jüngern früher christlicher Bewegungen klar war, wie im Gottessohn des Markus die messianische Funktion, hier der König der Juden gekreuzigt wurde. Dann ging es nicht um Menschen, die eine verfrühte Auferstehungs-Vision von der Gottheit eines Guru hatten. Das alles lässt sich nur im Sinne des neuen Verstandes bedenken, wie er von uns bedacht wurde und den ich Sie bitte zu bedenken.

Ein Gottessohn war kein Titel, dem der Markusverfasser einem jungen Mann oder der dessen Wiedererweckungsvision verliehen hätte. Auch wenn die Gottessöhne, inzwischen auch von uns als Verkörperungen nun in Vernunft erklärten Werdens verstanden wurden, deren Verehrung vormals Vernunft im Volk bewirken musste. Von solchen menschlichen Gottheiten, dem Opferkult an Gottessöhne wie Pharao und Kaiser hatten bereits die Propheten im Namen Moses befreit. In diesem Sinne wäre es inhaltlich, wie in geschichtlicher Entwicklung völlig unmöglich gewesen, bei einem neuen Judentum einen Landstreicher oder dessen Wiedererweckungsvision zum Gottessohn zu machen. Wer aber in Rom einen neuen Volkskult im Sinne des Menschensohnes, damit des jüdischen Volksverstandes begründen wollte, der musste sich auf Gottesöhne berufen. Und so Missverständnisse hervorrufen, wie sie auch bei den dann in Markus berichteten Heilshandlungen im Sinn der hellenistischen Gottheiten, wie hebräischer Vorgänger-Gestalten auftraten und sich bis heute halten.

Wenn das christliche Wesen Heilungen vorweisen musste, wie sie nicht nur von Asklepios bekannt sind, der wie Herakles übers Wasser lief oder wie die römischen Kaiser in ihren Evangelien Macht über den Kosmos hatten, dann ist das zu verstehen. Zumal es jetzt die Vernunftlehre war, die jungfräulich, weil nicht von Menschen, sondern in schöpferischer Wirklichkeit bezeugt war, die Macht über den Kosmos hatte und auch im Kult die Augen öffnete. Doch wenn heute weiter ein Handaufleger als historischer Jesus angenommen wird, der nach Drewermann ohne Geld zu nehmen, Geistheilungen durchführte. Dann hat sich die Verstockung des Petrus bis an die Hochschule des 3. Jahrtausend gehalten, die jetzt zum Gegner der Vernunft geworden ist. Disporajuden wie ich, die die schöpferische Wirklichkeit in der Hilfe des Arztes verstanden, haben im Rahmen ihre Naturbetrachtung sicher die ganzheitliche Naturheilkunde hoch geschätzt. Und darin haben wir bekanntlich die sinngebende schöpferische Wirklichkeit verstanden.

Ersparen Sie die Mühe alle Ihre Aussagen aufzugreifen. Doch wer den „Konflikt mit den Führern Israels“ beschreibt, der beschreibt nicht die Auseinandersetzung, die ein Handwerksgeselle mit den Hohepriester hatte oder einen Konflikt, der sich nach dessen Tod aufgrund von Visionen einstellte. Sie wissen, wie wir in Auseinandersetzung mit dem traditionellen Gesetzesjudentum standen, wie daher auch Heilswunder wie die Blindenheilung in „theolgoischer Topografie“ zurecht im Heidenland geschahen. Auch warum später der Davidsohn in Jerusalem einzog, den die Randfigur des von seiner Blindheit geheilten Bartimäus vor den Jüngern erkannte, dies der Kyrios war, ist nicht in von Ihnen ähnlich beschriebenen Auferstehungs-Visionen von Groupies zu erklären. Wie nach jeder Vorlesung über den historischen Jesus und die Theologie des Neuen Testamentes, bitte ich Sie erneut innständig, unseren neuen Verstand als Konzept hinter der theologisch-christologische Geschichte zu bedenken.

Selbst wenn Lukas nicht Rom im Blick hat, dann geht es auch in dessen Geschichte um den neuen Verstand, wie wir ihn bedachten und nicht um die Visionen nach dem Tod eines gutherzigen Heilspredigers, der zum Vorbild geworden war. Aber wie solche zum Missverstand führenden Bilder gebraucht werden, wie sie den Vorbildern entsprechen müssen, um im Volk eine Wirklichkeit zu entfalten, war bereits uns bewusst. Und wird inzwischen von Ihnen wissenschaftlich beschrieben. Doch es würde den anfänglichen Missverstand weiterführen, die Bilder nur in menschlicher Gefühlwelt und Psyche begründen zu wollen. Nicht selbst im Inhalt der Bilder, wie deren psycho-logischem Gebrauch, die von uns verstandene schöpferische Wirklichkeit bedenken zu wollen. Eine natürliche Wirklichkeit, die auch heute als sinnvoll und ökologisch bestimmend gilt. Die jedoch keine kult(ur)bestimmende Bedeutung bekommen kann, so lange Sie ihre Studentum im Glauben an einen gutherzigen Guru lassen, nicht bereit sind unseren Neuverstand in Vernunft zu bedenken.

Denn wie können Sie Ihre Studenten im Glaube lassen, da seinen nur Visionen die neue Wirklichkeit gewesen, die die Anhänger eines Wanderpredigers hatten? Dann es als völlig unwissenschaftlich hinstellen, die historische Realität, damit die neu verstandene Wirklichkeit allen natürlichen Werden, die im Diasporajudentum als neue Bestimmung/Wort galt zu bedenken?  Weil es in angeblich Markus, selbst wenn der nicht vom historischen Jesus, sondern nach Ihrer Bestätigung von einem neuen Verstand handeln würde, nur um einen jungen Mann gegangen wäre. So machen Sie den neuen Verstand, der historisch-wissenschaftlich war und so auch wahrzunehmen wäre, zu einer leeren Vision, die dann im Kopf künftiger Theologen als Grund christlichen Glaubens herumgeistert. Kein Wunder, dass sich dafür kein vernünftig denkender Mensch mehr interessieren kann. Das, was bei uns zu einer wahren Explosion an neuen Texten führte, kommt aufgrund heutiger Theologie in der Öffentlichkeit, auch in der Weltpresse nur noch beim Kindesmissbrauch von Priestern vor.

Wenn sich nicht die Anhänger eines Heilspredigers um den besten Platz im Himmel stritten, sondern hier die frühe kirchlich-christologische Diskussion um das von uns verstandene Wort erklärt wird. Das die kaum besseren Nachfolger Neros in ihrer Kultfunktion ersetzen sollte. Was angeblich bereits ich im Senat vorgetragen hätte, aber sicher in Rom in Diskussion stand. Dann können Sie das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, wie es Klaus Berger verlangt. Ich bitte Sie nach dem zu fragen, was unsere Demokratie und Herrschaft ökologischer Vernunft im Volk gegenüber dem Gottes-kaiserkultes, den Göttermysterien und rein intellektuellen philosophischen Predigten ausmacht, wie sie ähnlich auch heute von den Parteien und Päpsten gehalten werden.

Wo zum neuen Judentum Konvertierte als atheistische Christen beschimpft und „wie Laternen abgefackelt wurden, weil sie die Opfer verweigerten“, da ging es nicht um Glaubens-Visionäre, die als staatsgefährdende Leugner alter Gottheiten gekreuzigt wurden. Da war noch der Unverstand, der sich trotz Einstellung der Christenverfolgung durch Konstantin und des christlichen Staatskultes scheinbar weiter fortsetzt.

Wer Vergleiche des ewigen Leidens auch mit Luthers Leiden im Gottesverstand anstellt, dessen Disputation um das wahre Wort, das nach Verfall kirchlicher Lehre in missbrauchter Scholastik zum Rückgriff auf die bei uns verfassten Schriften geht. Der kann doch diese Texte und deren heute  erklärte theologische Zeitgeschichte nicht in rein menschlicher Psyche begründen wollen. Der muss doch fragen, wie bei uns das Wort bedacht, die schöpferische Wirklichkeit in Vernunft verstanden wurde und auf psycho-logische Weise offenbar gemacht wurde.

Schon als Kertelge oder  Weeden eine neue Forschung über die Wunder als Jüngerunverständnis und damit die realgeschichtliche Diskussion um das Wesen des Christus anstellten, müsste doch klar geworden sein, was jetzt unausweichlich ist. Da wurde nicht über die Vision von Anhängern eines Gurus  gestritten, sonder das, was uns, den Vätern der Kirche wie den Verfassern der Texte als Wort die kosmische Wirklichkeit war. Es ging um das, was bei Euch nur in neuen Begriffen wie Ökologie und damit als Ökologie des Menschen erklärt wird, offenbar ist, jedoch noch nicht zur offenbaren Kult(ur)bestimmung geworden ist.

Wo „Wunder als Ziel der „Erkenntnis“förderung“ ausgelegt werden, „Jünger sich in Gegner verwandelten“, da ist es nicht um missverstandene, zurückgedrehte Visionen von der Gottheit eines Gurus gegangen. Der „Sieg über den Statan“, der „Anbruch des Reiches Gottes“, der nur nach Ostern zu begreifen ist und von Rom/Petrus verleugnet, missverstanden wurde, lässt sich in Realgeschichte beobachten. Als Neutestamentler ist es Ihre Aufgabe, dabei das zu bedenken, was im neuen Bund die von uns verstandene schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung war.

Wir waren es, die nicht nur den hebräischen Vätern geltende Herrlichkeiten, sondern auch die Gottheiten der Griechen in Vernunft bedachten und im neuen Verstand der bereits dort erkannten schöpfeischer Wirklichkeit auferstehen ließen. Mit Vision, die die Anhänger eines häretischen Angebers hatten, der sonst nach ihrer Beschreibung ein „Krimineller“ geblieben wäre, hatte das beileibe nichts zu tun.

Daher mein abschließende Bitte: Lassen Sie die das, was wir in Vernunft als schöpferisch wesentlichen Sinn und Grund des Ganzen, damit eine menschliche Kult(ur)bestimmung verstanden, nicht länger als Wundermann, Wanderprediger, politischer Befreier oder in Visionen zur Weisheit des Neuen Testamentes und neuer Lebensweise gewordenen Gutmenschen leiden. Schaffen Sie die wissenschaftlichen Voraussetzungen, um den Aberglaube zu vertreiben, die Kulturen „von Grund auf“ friedlich zu versöhnen. Um so die im sinnvoll-natürlichen Werden, wie Ökologie begründete Vernunft zur gemeinsamen Kult(ur)bestimmung werden zu lassen, die von Christen im Namen Jesus gefeiert wird.

Fazit und Fakt:

Von Anfang an ging es im Grunde nicht um Gottesbilder, die geglaubt wurden, sondern eine kreativ-natürliche Wesentlichkeit/Vernünftigkeit, die im Laufe der Jahrtausende in unterschiedlichen kult(ur)psychologischen Bildern den Menschen vermittelt und in den Kulturen der Welt verschieden praktiziert und gefeiert wurden.

All dies lässt sich heute beobachten, wird wissenschaftlich gerade dort beschrieben, wo auch das Christentum erwachsen ist. Wo die im Naturgeschehen begründere Maat Gerechtigkeit in menschliche Gesellschaft brachte, so die ägyptische Hochkultur trug. Wo dann über dortige Vegetationsvergötterungen wie Isis, Osiris, dem vom Pharao- und Gottesbildkult befreienden prophetischen Wort und dann die christlichen Ausdrucksweise im Sinne Josua, Jesus enstand. Die dann um den Götterkult im neuen Volkskult weltgültig abzulösen, zu den beschriebenen Missverständnissen und kulturellen Feindschaften führende Kultbilder aufnehmen musste.

Auch heute greift bei Kulturwesen die selbst erkannte Vernünftigkeit zu kurz. Was im kreativen Sinn für den Kosmos als Ökologie gilt, die Gesamtheit der Kultur als Ökologie des Menschen, wie das Selbst oder den eigenen Körper vernünftig erkannt wird, muss als tiefgreifende Kult(ur)bestimmung erkannt, bedacht und so im Sinne der jeweiligen kulturellen Wurzeln gemeinsam gefeiert werden. Auch dies wird heute nicht nur evolutionswissenschaftlich, sondern neurologisch oder kultur-psychologisch belegt.

Die Aufgabe theologischer Wissenschaft ist es, nicht auf moderne Weise den gesamten Kult als reine Volks-Psyche (Auferstehungsvisionen), sondern die kultur-psychologische der Sinnhaftigkeit, auch den inhaltlichen Grund kreativer Bilder aufgeklärt zu erkären. Damit die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass sich mündige Menschen mit Hilfe der kulturellen Werk-zeuge an den Gott genannten Grund/Sinn des Ganzen, das so wissenschaftlich erkannte, auf Weltkonferenzen gepredigte schöpferisch Wesentliche/Vernünftige halten. So im evolutionären Wandel der grundlegenden Phantasiebilder auf menschliche Weise ökologische Weltvernunft in Gemeinschaft leben.

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