Markus: Beweis für die Weltvernunft als historisches Wesen Jesus Christus

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Das heutige Markusverständnis nimmt der Hypothese des dort nicht vorkommenden heilspredigenden Handwerksburschen nicht nur den letzten Grund. Die inzwischen psychologisch erkärte „nachösterliche“ Verherrlichung eines egal wie gestrickten jungen Mannes kann nicht Grund der Geschichte oder der Markusgeschichte gewesen sein. Wie hier deutlich gemacht wird, verweist diese in ihrer heutigen wissenschaftlichen Deutung auf die historisch nachvollziehbare, bildhaft erzählte jüdisch-christliche Kulturgeschichte. Konkret geht es um die Geschichte der Weltvernunft : Der philosophisch erkannten Sinnhaftigkeit allen natürlichen Werdens und daraus abgeleiteter Weisheit in ihrer messiansichen Funktion. Die philosophische Vernunftlehre galt dem hellenistischen Judentum der Diaspora in Folge des als prophetische Philosophie bildhaft verstandenen Moses als gegenwärtige Bestimmung, damit lebendiges Wort in Funktion Josua, lat. Jesus. Was von der gesetzeshörigen jüdischen Autorität und Jerusalemer Schriftgelehrten verurteilt und von den eigenen Jüngern missverstanden wurde. Der von uns als Ökologie erklärte Kosmos war neuer Tempel. Im heute als Evolution erklärten natürlichen Werden wurde die jetzt weltgültige Thora und Weisheit, damit der neue jüdisch-christlichen Bund begründet. Dies lässte den historischen Jesus aufgeklärt als das verstehen, was heute als Weisheit im natürlichen Lebensfluss begründert wird, als Ökologie des Menschen oder Weltvernunft gilt. Was jedoch ohne Kult(ur)begründung meist vergeblich gegenseitig gefordert wird. So nicht die damalige „christliche“ Wirklichkeit entfalten kann. 

Denn die Markus zugrunde legende Theologiegeschichte hat weder etwas mit der Lebensgeschichte eines jungen Mannes aus Galiläa zu tun, der das alles nicht wollte und nach heutiger Lehre auch nicht der bei Markus handelnde David- oder Gottessohn war. Noch lassen sich die theologischen Inhalte in einer psychologisch verstandenen Auferstehungsvision nach dem Tod eines Gurus erklären oder als dessen Verherrlichung durch die römischen Bildungsbürger als Verfasser. Denen die in Vernunft erklärte kreative Wirklichkeit nicht nur heilig, sondern sinngebendes Maß der Dinge war, als prophetisches Wort galt. Was in den Jesusgeschichten kultur(psycho)logisch bildhaft beschrieben ist. Denn dies lässt sich als das verstehen, was im Judentum der Diaspora, wo die Texte entstanden, historische Wirklichkeit war. Kein Handwerker, der nicht lesen konnte oder dessen nachösterliche Herrlichkeit, sondern das hellenistische Judentum hat die hebräischen, wie hellenistischen Kult-Geschichten in neuer Weise bedacht und so in deren aufgeklärtem Verstand (Auferstehung), die gegenwärtige, in Vernunft erklärte schöpferische Wirklicheit als Bestimmung verstanden. In vielfältigen Erkenntnis-/Reformbewegungen, die anfangs in Diskussion standen, wurde damit das Neue Testament begründet, sind dann neue Kulttexte entstanden. Sämtliche theologischen Bedeutungsinhalte, ebenso wie die kreative Bildsprache, die damit auch im Kult, wie dessen Literatur die Vor-bilder volksverständlich/-bedeutend erfüllen musste, nur in der Psycho(logik) der Kulturentwicklung messiansiche Wirklichkeit entfaltete, verweisen auf die Weltvernunft. Alle theologischen Aussagen der Geschichten lassen sich in der damaligen Geschichte der Vernunftlehre (Logos) begründen. Die war für hellenistische Juden, die nicht nur in Alexandrien die Thora bildhaft verstanden, das bereits den Moses-Propheten gegeben Wort, jetzt lebendige Weisheit und Bestimmung in der messianischen Funktion Josua/Jesus.

Ein junger Mann als Jesus ist daher so historisch-wissenschaftlich, wie sämtlichen ernsthaften heutigen Wissenschaftlern, die sich über die Bedeutung der Bildsprache und der alten Bilder gerade im Kult, ob der Gottesssöhne, David oder Moses im Klaren sind, zu unterstellen: Sie würden all ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Haufen werfen um dann in einem Handwerksburschen, der durch die Hauptstrasse Heidelbergs zieht oder ein gar einer Halluzination nach dessen Tod plötzlich all ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse erfüllt sehen. Und das dann zu allem Übel auch noch in hochtheologischen Bildern, wie der Markusgeschichte beschreiben. 

Auch wenn bereits die gesamte Geschichtsbetrachtung keinen anderen Schluss zuläßt. Die Markustheologie bringt nun auch der Schriftlehre, die die historische Realiät und den logischen Geschichtsverlauf meist verdrängt, von einer apologetischen Einfärbung oder Hellenisierung des bisher buchstäblich vorausgesetzten Heilsprediges ausgehen muss, den geforderten letzten Beweis:

-Was in antiker Aufklärung Vernunftlehre (Logos) oder als Weltvernunft den somit in Natur begründeten Verhaltenslerhen wie der Stoa zugrunde lag, damit im Gegensatz zum heute gelehrten Glaubensgrund auch in seiner damals bedachten jüdischen Bedeutung kein Hirngespinst war,

-auch heute als ganzheitliche Weisheit gilt, von allen zukunftorientieren, sozial oder umweltengagierten Intellektuellen im natürlichen Ganzen begründet und gepredigt sowie auf Weltfriedens- oder Klimakonferenzen diskutiert wird,

-als in Ökologie (nicht kirchlich oder biblisch) begründetes Recht von Benedikt XVI. (der dies in intellektuellen Reden als Wesen des christlichen Glaubens im Weiterdenken der Philosophie bezeichnete) vor dem Bundestag zu bedenken gegeben wurde,

-in einer „Umwelt-Enzyklika“ oder auf Reisen unter dem Beifall aufgeklärter Welt als „Ökologie des Menschen“ im Aberglaube an die Gottheit eines jungen Mannes mit zufälligem Namen Jesus jedoch vergeblich gefordert wird,

war nicht nur Thema von Johannes, sondern das historische christliche Wesen der urchristlichen Theologie, wie der Synoptiker. Das in der Funktion Josua, lat. Jesus echt messianische Wirklichkeit war.

Die buchstäblich einen Heilsprediger voraussetzende heutige Lehre, die einem aufgeklärten Verstand im Wege steht, hinterlässt nur einen bedeutungslosen jungen Mann. Den die Kritik dann nicht nur als Christus abstreitet, sondern den historischen Jesus von Geburt über Wunder bis Auferstehung als alten Gottessohns-Mythen nachgestellt sieht. Ein aufgeklärtes Verständnis, zu dem hier die theologische Wissenschaft erneut gebeten wird, geht den umgekehrten Weg: Denn die im prophetischen Sinne als Bestimmung/Wort verstandene Vernunftlehre lässt erkennen, wie sie in der Rolle des wanderpredigenden Gottessohnes die beschriebene Heilswirkung des Messias aus dem Stamme Davids auf dem Weg aus dem Heidenland nach Jerusalem hatte. Wenn daher das, was heute denkende Menschen als Stimme ökologischer Weltvernunft gegenseitig fordern, nach wissenschaftlicher Aufklärung wieder als das wahrgenommen wird, was bisher nur dem Buch nach galt, die Kulturen versöhnend Aberglaube wie Ersatzgötter beseitigt sowie auf aufgeklärte Weise gefeiert und kult(ur)bedeutend wird. Dann ist die Wirklichkeit, die historisch Josua/Jesus Christus war, wieder lebendig.

 

Sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe, wie neutestamentliche Theologen,

nicht nur, dass mit der heutigen Auslegung jegliches Argument für einen nun auch in Markus nicht vorkommenden jungen Mann als den historischen Jesus genommen ist. Die von Ihnen in Markus geschilderte Theologiegeschichte, die sich auch mit dem, was derzeit als psychologische Auferstehungsvision gilt, unmöglich erklären lässt, sondern auf die Geschichte der Vernunftbestimmung im jüdisch-götterfreien Sinne verweist, ist der endgültige Beweis: Die Geschichte der Vernunftlehre, die im Disaporajudentum als bereits den Propheten gegebene Wort/Bestimmung und damit als ein neuer Bund/Testament bedacht wurde, lässt sich Dank Ihren Darlegungen bei Markus nachlesen. Die jüdische Geschichte der in früher Naturwissenschaft, damit in Vernunft begründeten Bestimmung, die die verschiedenen Kulturen, wie Gestern und Heute versöhnte, von den Schriftgelehrten und den Hellenismus verwerfenden Hohepriestern verurteilt aber doch zum Heil wurde, lässt sich so als Grund des Christentums und der Kirche belegen. Neben den bereits vielfach vorgebrachten Argumenten werden dafür erneut wieder einige Beispiele der Vorlesung  aufgezeigt.

Ich bitte Sie, die Evangelien nicht weiter nur als ein nach dem Tod eines Heilspredigers entstandenes geheimnisvolles theologisches Märchen zu erklären, sondern den historischen Grund in neuer Weise zu bedenken. Nur von theologischer Wissenschaft sind die Voraussetzungen für ein aufgeklärtes Verständnis des christlichen Wesens zu schaffen. Das so auch mündige Menschen, die bisher den Glaube als unbedeutend sahen, als gestrig oder Gefahr ablehnten, zu einer kulturübergreifenden Verant-wort-ung für die kreative Gestaltung von Zukunft führen könnte.

Auch wenn es eine Vision bleiben sollte, dass durch ein aufgeklärtes Verständnis des christlich-biblisch und als Josua/Jesus wirklich messianischen Wesens die im evolutionären Geschichtsverlauf, wie in Natur (Ökologie) begründete Stimme der Vernunft zur grenzüberschreitenden Kult(ur)bestimmung mündiger Menschen werden könnte. Ein aufgeklärten Verständnis des historischen Jesus, für das die theologische Wissenschaft die Weichen stellen muss, würde die Trennung von Glaube und Wissen überwinden. Es würde zu einem völlig neuen, grenzüberschreitenden Glaubensversändnis führen, das all die Probleme beseitigt, die die Aufklärung derzeit auch am christlichen Glaube verurteilt. Und letztlich gebietet es nach dem, was heute gelehrt wird, allein die historische Redlichkeit, nicht einfach nur einen jungen Mann als einzig wissenschaftlich vorauszusetzen.

Die heute selbstverständlich vorausgesetzte Hypothese von einem zum Guru gewordenen Handwerksburschen als dem historischen Jesus, der in nachösterlicher Psyche seiner Groupies wiederwachte, lässt die Grundlage des christlichen Glaubens für aufgeklärte Menschen als ein Hirngespinst erscheinen. Und sie befeuert so weltweiten, auch mörderischen Aberglaube und sinnlose Ersatzgötter. Die Heilsprediger-Hypothese hat jedoch auch keinerlei wissenschaftlich-historischen Halt mehr, stellt vielmehr alles Wissen geradezu auf den Kopf.

Denn von wegen, dass ich nicht beweisen könne, dass die Weltvernunft das historische Wesen war, keinem Heilsprediger ein Hirngespinst aufgesetzt wurde. Wie das in Vernunft erklärte Werden, das für hellenistische Juden in einem nun weltgültigen neuen Bund/Testament das bereits von den Propheten Moses verkündete Wort und damit in der Wirklichkeit der Zeitenwende der neue Josua, damit der echt historische Jesus war, ist historischer Fakt. Ebenso lässt sich aufgrund Ihrer theologischen Deutung erkennen, dass die Markusgeschichte genau davon handelt.

Auch wenn es bei (psycho)logischer geschichtlicher Entwicklung und dem Wissen um die notwendige bildhafte Sprache oder anfänglichen Bewegungen, Lehren, Diskussionen für jemand, der die Anfänge ernst nimmt, nicht einfach „Lug und Betrug“ schreit, aus vielen Gründen völlig selbstverständlich war: Wie nach dem Wandel vom Mythos zum Logos die in Kreativität begründete Weltvernunft nicht nur in der frühen und dann kirchlichen Lehre das Thema, sondern auch das geschichtliche christliche Wesen war. In der Markusvorlesung haben Sie dafür den letzten Beweis gebracht.

Unabhängig davon, dass auch die im Christentum aufgegangen Vorgängerkult und deren Begründung im natürlichen Geschehen auf das verweisen, was dann als Vernunftlehre in Natur begründet war:

-Von der die Hochkultur Ägyptens tragenden Maat als Modell einer im natürlichen Geschehen begründeter Gerechtigkeit, wie sie Juden Alexandriens zur Zeit Jesus bedachten, sich über die Propheten bis Paulus beobachten lässt,

-der weiteren kosmologisch begründeten Theologie Ägyptens, die in Gottessohn-Mythen wie Isis oder Osiris vermittelt wurde, so Vernunft zur Welt bringen musste,

-der Philosophie der Perser vom kreativen Weltganzen und dem daraus abgeleiteten gut Denken, gut Reden, gut Handeln,

-der dort im Exil Natur-/Himmelbeobachtung als Wort/Thora verschriftenden Hebräer, die im Weiterdenken antiker Hochkulturen Beschnittene von Götteropfern und Pharaonen-/Königskult befreiten,

-bis zu den die Vernunft/Sinnhaftigkeit der Vegation/Werden mythisch verkörpernden griechisch-römischen Gottessöhnen. Die bisher auf mysteriöse Weise oder im Staatskult der Gottkaiser im Volk Vernunft vermitteln mussten und dann im weltgültigen Christen-Judentum aufgingen.

Und es in kreativer-evolutionärer Kulturentwicklung daher im Christentum nur um das dann in Vernunft erklärte Werden und die sich daraus ergebende Vernunftlehren (Logos) gegangen sein kann.

-Wie dies nicht nur die hellenistischen, sondern auch jüdischen Brüder Christi, wie die Kabbala in ihrer kosmischen Zahlen- und Buchstabenmystik belegen.

–Und wie es ja auch die gesamten frühchristlichen Erkenntnis- bzw. reformbewegungen, auch alle apokryphen Texte und sämtliche Vordenker der Kirche, wie ihre Lehre deutlich machen.

-Was jeder Blick auf die geschichtliche Realität deutlich macht, von der umfassenden Suche nach neuem Bund des Judentums der Zeitenwende, wie er auch in Qumran ausgebraben wurde, der Betrachtung der hellenisischen Hochzivilisation oder auch einzelner anfänglicher christlicher Denker, der spätantiken Kaiser oder philosophischen Vordenker der Kirche.

Jede einzelne Betrachtung der Geschichte für sich genommen bereits Beleg ist, dass am Anfang kein verherrlichter junger Mann gestanden haben kann.

Die Logoslehre der frühen Christen und Kirche lässt sich nun auch aufgrund der Markusgeschichte nicht länger als philosophische Gnosis/Erkenntnis jenseits des historischen Jesus ausblenden. Sie ist nicht weiter als Hellenisierung, apologetisch-philosophische Einfärbung für Bildungsbürger hinzustellen, wie es die Heilsprediger-Hypothese verlangt.

Denn wie in jeder Vorlesung über die Theologie des Neuen Testamentes und jetzt Markus, haben Sie aber auch heute wieder den eindeutigen, damit letzten fehlenden Beweis geliefert: Die Vernunftlehre, in der das philosophische Judentum der Diaspora das prophetisches Wort als eine nun weltgültige Bestimmung im Namen Josua verstand, war Thema der Geschichte. Die Weisheit/Weltvernunft war damit der wirklich historisch Jesus als Christus. Denn wie können Sie einen handauflegenden Handwerksburschen, der bekanntlich weder bei der Weltvernunft des Johannes, in der Christologie der Paulusliteratur oder in der frühen christlichen Lehre vorkommt und der nun auch weder im Markustext, noch den anderen synoptischen Evangelien das theologische Thema der Geschichte(n) ist, als einzig wissenschaftlich bezeichnen?

Ist es nicht geradezu absurd, einen Guru, der ohne die Wiederweckung in der Psyche seine Grupies nach Ihrer  Beschreibung ein Krimineller geblieben wäre, aber weder in der Geschichte, noch einem der untersuchten Text und Lehren als dieser vorkommt, als einzige wissenschaftlich-historisches christliches Wesen hinstellen zu wollen? Welches wissenschaftliche Argument, außer dass Sie das so gelernt haben und das die derzeitig allgemein anerkannte Hypothese wäre, gibt es noch für einen jungen Mann, der das alles nicht war und wollte, wie Sie ihn als historischen Jesus vorstellen? Und der jetzt im Kopf der künftigen Theologen herumgeistert, aber nicht nur nach Markus als göttlich-schöpferisches Wesen (was immer das sein soll) der leibhafte Sinn allen Seins als Gottessohn wäre. Was so dann von diesen Sonntags gepredigt werden soll. Was im Weiter so für die Säkularisierung, Sinnentleerung und damit Verant-wort-ungslosigkeit der westlichen Welt, wie den ebenso bedrohlicheren Aberglaube verantwortlich ist.

Doch mit dem Argument, dass es heute um den Gottessohn des Markus oder auch ein neues Konzept des Glaubens, nicht um den historischen Jesus ging, haben Sie selbst mehr als deutlich gemacht: Der junge Mann, den vor wenigen Jahren Klaus Berger in Heidelberg noch als den so logischerweise unhaltbaren Gottessohn des Markus lehrte, im Verweis auf die Bibel seine Jesus im Zwergenmaßg lehrenden Nachfolger daher zurecht als „Bibelfälscher“ beschimpft, ist zum Hirngespinst von Halbaufklärung geworden. Der hat nun keinerlei historisch-wissenschaftlichen Halt mehr. Die heutige Forschung hat so jedoch nicht nur den Weg frei gemacht, sondern zwingt zu einem aufgeklärten Verständnis des historischen Wesen Jesus.

Bei Ihrer Vorlesung, die auf exzellente Weise die Theologie des von römischen Bildungsbürgern auf höchst kreative Weise verfassten Theologiegeschichte darstellt, muss doch einem Blinden mit Krückstock klar werden, dass es an keiner einzigen Stelle, mit keinem Wort um einen Landstreicher und dessen Weisheiten ging. Ein Heilsprediger, der als Zimmermann zwar nicht lesen konnte, aber alles besser wusste und der die alten Texte neu auslegend zitierte, sich auf sie berief, die Mosespropheten erfüllte, kann nicht gewesen sein. Wer jedoch all dies war, lässt sich jedoch beim Diasporajudentum historisch beobachten, wird  selbst in Qumran ausgegraben. Allein sich vor Augen zu führen, wie unzählige Juden der Zeitenwende auf ernsthafte denkerische Weise auf der Suche nach einem neuen Bund waren, sich in allegorisch-bildhafter Weise mit den alten Texten auseinandersetzten, müsste die Hypothese kippen, dass die Trauerpsychosen beim Tod eines Gurs zum neuen Testament führte.

Aber da Sie keinen Grund für das theologisch-christologische Konzept des Markus, damit eines neuen römischen Staatskultes an Stelle der Gottkaiser, mystischen Gottessöhne oder der Erneuerung des prophetischen Kultes nennen, bleibt nur ein Hirngespinst. Das nach ihrer Beschreibung der Auferstehung in „Die Wirklichkeit als Bild“ eine psychologische Wirklichkeit, im Klartext eine Halluzination war, die einem sonst nach Ihrer Beschreibung „Kriminellen“ aufgesetzt wurde.

Wobei das häretisch-kriminelle nicht bei einem jungen Mann zu suchen wäre, der nach Ihrer Darstellung des historischen Jesus ja alles nicht war und wollte. Vielmehr liegt das Verbrechen, die Schuld bei denen, die einen zum Zwergenmaß gewordenen Landstreicher weiter in hoheitlicher Weise predigen, ohne Aufklärung zu geben, warum das christliche Wesen in historischer Wirklich genau das alles war. Welcher Neuverstand dessen, was den Propheten wesentlich war und sein wird (JHWH) und Bestimmungsgebend war, jetzt auf philosophische Weise in Vernunft verstanden wurde und so ein echt neuen Testament im Stamme Davids begründete. Warum ich Sie erneut ernsthaft bitte, es Ihre Aufgabe als Neutestamentler und aufgrund des gegeben Wissen möglich wäre.

Mit meiner wiederholten Bitte, die im denkenden Glauben hellenistischer Juden als neue Bestimmung geltende Vernunft in der Wirklichkeit Josua/Jesus als das historische christliche  Wesen zu bedenken, könnte das von Ihnen heute nur noch als psychologische Halluzination von Sektenanhängern erklärte Konstrukt zu einer historischen Realität werden. Was so auch heute wieder zu einem aufgeklärt denkenden Verständnis der Väter-Gottheiten führen kann, wie es historisch bekannt ist und dem von Ihnen vorgestellten Konzept des Markus zugrunde lag:

  • Es war das hellenistische Judentum (nicht nur in einer inzwischen rein philosphisch gedeuten Josefsgeschichte nachzulesen) das sein neues Verständnis als eine Demokrati in Natur begründeter, damit ökologischer Vernunft in Rom geschichtlich in Diskussion brachte. Es hat damit die Alternative zum alten Staatskult des Gottkaisertums geboten. Was auch Grund für die Form eines „Evangeliums“ (bisher eine Kaiser-kultgeschichte) und auch die vorgestellte politische Dimension der Markusgeschichte war. Dies wurde bereits ausführlich verdeutlicht.
  • Auch wie die Geschichte der jungfräulich geborenen, bereits die biblischen Wunder wirkenden wie heilenden, sterbenden und auferstehenden Gottessöhne nicht einfach nachgestellt wurde. Wie die in der Bildung in Diskussion stehenden blutigen Mysterien, der Opferkult für Gottessöhne auch im Diasproajudentum in Kritik stand. Dort Isis, Mithras & Co. aufgeklärt als Vegetationsverherrlichungen, damit als das verstanden wurden, für was jetzt die Vernunft stand. Und wie die Bedeutung des Kultes für ein gerechtes und funtionierendes Gemeinwesen nicht verworfen, sondern aufgeklärt bedacht wurde. Und wie so auch im literarischen Erbe der bisher im Volk bekannten Bilder und bestimmenden Gottessöhne die messianische Wirklichkeit der Weltvernunft war. Auch das wurde bereits mehrfach dargelegt.
  • So lässt sich erkennen, dass kein Messias-Geheimnis war. Wie vielmehr in der von hellenistischen Juden in Vernunft wahrgenommene weltgültigen prophetischen Bestimmung in der bekannten Kult-Ausdrucksweise die kreative messianische Wirklichkeit lag.
  • Und wenn da Sie den Markustext ernst nehmen, nicht wie die Kritik als reine Verherrlichungslegende oder Fälschung zur Manipulation der Menschen betrachten. Und dabei das dort beschriebene Messias-Geheimnis in diesem Sinne bedenken. Dann wird selbst das oft übertretene Verbot der Geheimhaltung der Wundermächtigkeit (Heilshandlungen) gegenüber den Dämonen (den falschen Orten) damit des im Grund öffentlichen Heilshandeln deutlich. Mit in Trauer beim Tod eines Gurs entstandenen Auferstehungsvisionen ist das auf jeden Fall nicht zu erklären.
  • Und so hat auch das dargestellte vierfache Jünger-Unverständnis, weder etwas mit einem jungen Mann zu tun, der das nicht war, noch einer psychologischen Erscheinung. Es wäre Aufgabe, die historische Realität des Unverständnisses beispielsweise bei Anhängern der neue Vernunftlehre, wie dem Marcionismus zu erklären. Die ohne nachweislichen bildhaften aufgeklärten Verstand des Alten (Auferstehung) die Thora verwarfen, die echt messianische Bedeutung nicht begriffen.
  • Auch die Leidensnotwenigkeit der Vernunft als neue Bestimmung, die für ihre messianische Wirklichkeit im Wandel vom Mythos zum Logos auch literarisch-krative Weise das Kreuz insbesondere der griechisch-römischen Vorbilder/Gottesssöhne zu tragen hatte, so auf den heute aufgeklärten Verstand noch immer wartet, lässt sich logisch erklären.
  • Wo das christliches Wesen geschildert wird, das mit seinen Anhängern vom Berg, damit der neuen weitsichtigen Perspektive zur leidenden Welt zurückkehrte, lässt sich auch dies alles nicht in einem jungen Mann oder seiner psychologischen Wiedererweckung erklären. Vielmehr wäre das zu bedenken, was damals auch in der hellenistischen Juden geltenden Stoa die Stürme des Lebens stillte. Was ein die gesamte Natur beherrschende Vernünftigkeit/Sinnhaftigkeit war, wie sie heute als Ökologie gilt und damit auch als Ökologie des Menschen gefordert wird.
  • So wäre es Ihre Aufgabe deutlich zu machen, wie das Hause Davids nicht durch eine Halluzination von Sektenanhängern, sondern im hellenistischen Judentum im weltgültigen Neuen Verstand groß wurde. Wie die Welt so zu Hörern im Sinne des jüdischen Menschensohns  wurde.
  • Wer das Zerreißen des Tempelvorhangs mit dem Verständnis/Schauen der Väter-Gottheit beschreibt, die parallel zum Kreuzweg verläuft, der kann das nicht weiter in der Halluzination von Sektenanhängern tun oder in der beschriebenen Passion die Leidengeschichte eines härtetischen Landstreichers nachgestellt sehen. Der kann jedoch die historische Realität der Geschichte im Prozess der Zeit im hellenistischen Judentum deutlich machen.
  • Ja, hier war historisch nachweisbar ein neues denkendes Gottesverständnis (Wort), eine vernünftige Rede des schöpferisch Wesentlichen und seiner notwendigen kultischen Verehrung im gemeinsamen Singen und feiern.
  • Und wenn im 2. Kapitel des Markus dann die Opposition zur traditionellen jüdischen Obrigkeit selbst in den Wundern deutlich gemacht wird. Dann hat auch hier kein des Lesen nicht mächtiger Wunderheiler, wie ihn Drewermann erklärt oder sich dessen psychologische Wiederweckung auf Jesaja bezogen und den Tod vorausgesagt.
  • Die Streitgespräche, die Verstockung, das Missverständnis bei den Jüngern, ebenso wie der Verstand der Bedeutung bei den Randfiguren ist auf philosophische Weise als eine geschichtliche Realität zu erklären, die sich im hellenistischen Judentum beobachten lässt. (Auch das wurde bereits ausführlich begründet.)
  • Da nach Ihren Worten der „Logos ausgesät“ wurde, habe Sie selbst gesagt was Thema war. Die in antiker Aufklärung im kausalen Werden begründete Vernunft-/Verhaltenslehre war keine Chiffre für einen Handwerksbursche. Der auf wundersame Weise als weltgültiges Wort, den für das Verhalten maßgebend Sinn des Seins gelten sollte oder ein fiktives Markus-Konstrukt. Doch der Verstand der Natur-/Vernunftlehre als das, was den Propheten als Wort bestimmungsgebend und dann christliches Wesen war, war eine historische Realität in der Theologiegeschichte, die so auch heute messianische Wirkung haben könnte.
  • Wo wie bei Markus in Bildworten erzählt wird, die das Volks sieht, auch ohne zu verstehen, ist wie oben beschrieben ebenso das hellenistische Judentum zu bedenken, das sich in seelsorgerischen Aufgabe, auch der heute von Ihnen kultur-psychologisch erklärten Bedeutung der Bildsprache bewusst war. Und das so auch die als erfüllt beschriebenen alten jüdischen, wie hellenistisch-mythischen Gottessöhne wie Mithras, mit Sicherheit keine wunderwirkenden und im Geist ihrer Anhänger wiedererweckten alte Männer verstand.
  • Gerade im mit Galiläa in „theologischer Topografie“ umschriebenen Heidenland, wird der Hellenismus, von dem die neujüdisch-christliche Mission ausging deutlich. Gerade dort war nicht ohne Bilder von dem zu reden, was prophetisch schöpferischen Sinn machte, als Grund allen Werdens erkannt war. Um einen besserwisserischen Angeber, der mit seinen Anhängen in Galiläa um den See zog, dann in psychologischen Erscheinungen erweckt wurde, ist es in der Theologiegeschichte des Markus auf jeden Fall mit Sicherheit nicht gegangen.
  • Wo die Heilungen im Heidenland und Wundergeschichten nicht mehr als Beweis für die Gottheit eines Gurus (was immer das wäre), nicht als Verherrlichungsrede oder gar nur fiktives Abkupfern bei den Alten, sondern als Diskussion über den richtigen Glauben ausgelegt wird. Wo das christliche Wesen angeklagt wurde für etwas, was ein Handwerker nicht sein wollte und war. Da ist kein Sektenführer mit seinen Freunden Schiffchen über den See gefahren. Das ist dieser auch nicht in Wiedererweckungs-Erlebnissen zu allem geworden, was heute theologisch als damalige Diskussion um das christliche Wesen gedeutet wird. All dies im neuen Verstand des hellenistischen Judentums, davon ausgehenden Auseinanderstzungen und dessen Heilsbedeutung zu begründen, wäre Aufgabe aufgeklärter wissenschaftlicher Auslegung.
  • Denn wer sich mit den Schriftgelehrten aus Jerusalem stritt, nicht nur die Tochter des Synagogenvorstehers heilte oder im Sinn des als frühe Philosophie erkannten Moses aus der Wüste zurückkehrend die Massen speiste, war kein handauflegender Handwerksbursche. Das lässt sich wie alles, was sie auch in den nächsten Vorlesungen in seiner theologischen Bedeutung erklären, als Realgeschichte im hellenistischen Judentum deutlich machen, die auf höchst kreative Weise in volksbedeutenden Bildern beschrieben ist.
  • Und da vom „hellenistischen Judentum“ nach ihren Worten die bei Markus (anders als bei Lukas) schon im irdischen Jesus angelegte Heidenmission ausging, habe sie am Rande wieder selbst gesagt, was Thema der Markus-, damit Kirchengeschichte und der historische, irdische Jesus war. Mit einer Halluzination nach dem Tod eines Heilspredigers, die von den Verfassern nur verschieden gedeutet wurde, lässt sich das alles nicht erklären.

Selbst wenn der Markusverfasser, wie aufgrund schriftbegründeter Diskussionen oder befragter Theologen von mir angenommen, für den so auch beschriebenen Pantokartor (wie er nicht nur von aktuellen exegetischen Werken blickt, sondern von Anfang an verstanden und auch im griechischen Texte, ob im Sinne des Vaters oder Sohnes benannt ist) bereits durchgängig als Jesus von Nazareth bezeichnet worden wäre. Wenn nicht selbst die Kirchenväter oder Hironymus bei seiner Übersetzung der griechischen Evangelien in Latein von Josua ausgegangen wären. Und wenn daher nicht erst die Reformatoren die nomina skara oder christologische Umschreibungen einheitlich in Jesus übersetzt hätten. Sie hätten (m.E. haben) zurecht auf eine historische Wirklichkeit zurückgegriffen, die im hellenistischen Judentum den Namen Josua/Jesus hatte. Wer für die weltgültige Weisheit/Wort stand, Heilsbringer und Hoffnungsträger war, in Ihrer Präsentation Jesus genannt wird, der über das Messsiasgeheimnis spricht, war jedoch weder ein junger Heilsprediger, noch ist der Markusverfasser einem „nachösterlichen“ Hirngespinst aufgesessen oder hat ein Glaubensgebilde in die Welt gesetzt.

Die logisch nachvollziehbare Kulturentwicklung lässt erkennen, wie bei der heillosen anfänglichen Diskussion um das christliche Wesen die römische Lehrautorität nochtwendig war. Und wie deren Verfall, die Autorität der Schrift bewirken musst, die bis zur Aufklärung bestimmend war. Auch wenn dann deren Buchstäblichkeit zur Bedeutungslosigkeit im Rahmen der Aufklärung und damit dem scheinbaren „Gottestod“ führte. Nachdem Religion nur noch als Privatvergnügen, „Opium des Volkes“ gesehen wird. Daher es ist Ihre Aufgabe, um deren Wahrnehmung ich Sie ernsthaft bitte, die Gaben der Aufklärung zu nutzen.

Durch ein Verständnis, das nicht nur weiter einen Wanderprediger an den Anfang stellt, sondern das als Wort  wahrgenommnen natürliche Werden in seiner kulturgerechten Fleischwerdung bedenkt, hätten Sie die Chance das Alte in heutige Sprache zu übersetzen. Statt die künftigen Theologen im Glauben an einen in psychologischer Umnachtung erweckten Guru und damit ein völlig bedeutungsloses Konzept eines theologischen Märchens zu lassen, hätten Sie die Gabe, die kreative Bildsprache als geschichtliche auch so auch heutiger Realität bedeutend zu machen.

 

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