Auf ein echtes Neues: Vernunft-bestimmung im Namen Josua/Jesus war Grund/Wesen des Neuen Testamentes

 


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Was im christlichen Glauben zurecht als historischer Jesus und neuer Glaubensgrund gilt, war die Funktion, die zur Zeitenwende in Folge des als frühe Philosophie/Vernunftlehre verstandenen Moses Josua, lat. Jesus war. Damit so einen echt neuen Bund, wie dessen Texte begründete. Weder ein Wanderprediger, noch ein Glaubenskonstrukt, sondern der Sinn des in Vernunft erklärten natürlichen Werdens (Logos) war für Juden der Diaspora gemeinsam mit Griechen Grund dieses neuen Bundes:  „christlicher Glaube“. Was den Alten dem Sonnenverlauf nach im Mythos Bestimmung war, die Philosophen entsprechend dem natürlichen Lebensfluß als vernünftige/sinnvolle Lebensweise lehrten, wurde zur Zeitenwende als das verstanden, was den gottesbildlosen Propheten (Moses) als ein im schöpferischen Lebensfluss begründetes „Wort“ kulturbestimmend war. Und was damit jetzt in seiner weltgültigen Form die Funktion Josua/Jesus hatte, so Hoffnung auf neue Zeit, Leben in Vernunft und Friede gab. Und was „christlich“ zur einer nun auch für Griechen geltenden kulturellen Bestimmung wurde, die weit tiefgreifender als abstrakte intellektuelle philosophische Lehren war. Bei denen noch die alten Gottessöhne und Mysterien im Kult bestimmend waren. Für was dann im Erbe der aufgeklärt verstandenen hebräischen, wie hellenistischen Mythen auch neue Kult-Texte verfasst wurden, die wie alle philosophische/theologische Lehre der Zeit auf kreative Weise die volksbestimmenden Vor-bilder aufgreifen mussten.

Was so als Wort und christliches Wesen in Rolle eines Weisheit verkündenden Gottessohnes aus Galilä (im Erbe der Vor-bilder) kulturelle Bestimmung gab, bei anfänglichen Christen zu einer verantwortlichen, schöpfungsgerechten, sozial-gemeinsinnigen Lebensweise führte, war damit das, was heute wieder in Vernunft als Ökologie oder Evolution beschrieben, als „Weltvernunft“, „Ökologie des Menschen“, „zukunftsgerechte ganzheitliche Lebensweise“ ohne aufgeklärte „kulturelle Bestimmung“ nur gegenseitig gefordert wird.

Ein Charismatiker Namens Jesus, der selbst in Spiegel-TV noch als „Sohn Gottes“ durch die Lande zieht, in dieser Funktion jedoch an der Hochschule als literarisches Glaubens-Konstrukt eines in Rom schreibenden Diasporajuden gelehrt wird, weil ein junger Galiläer weder ein Gottessohn sein konnte, noch alles andere sein wollte, was die Markus-Theologie über ihn sagt, ist hier zwar Nebensache. Doch die Frage nach dem historischen Jesus, damit dem Wesen des Neuen Bundes/Testamentes, ist endgültig beantwortet: Ein heilspredigender Handwerksbursche aus Galiläa, der heute als „historischer Jesus“ gelehrt wird, erweist sich selbst durch das „Neue Testament“ als Hirngespinst von Halbaufklärung. Die Hypothese von einem jungen Landstreicher, die wie Scheuklappen alles historische Wissen verweigert und den christlichen Glaube als Schwachsinn ewig Gestriger erscheinen lässt, dem die Vernunftlehre als nachösterliche Verherrlichung aufgesetzt worden wäre, ist nicht mehr haltbar. Wer historische Wissenschaft betreiben will, kann sich dem Wissen nicht länger verweigern, wie damals der in Vernunft erkannte schöpferische Sinn des Ganzen, von dem bereits bei Moses die Verhaltensgebote ausgingen, aufgeklärt bedacht wurde. Ein junger Mann mit Namen Jesus, dem nach heutiger Hochschullehre das alles nur aufgesetzt wurde, um den christlichen Glauben wissenschaftlich zu machen, damit für aufgeklärte Menschen die christliche Lehre zu Lug und Trug einer leeren Sonntagspredigt macht, kommt am Anfang nicht vor. Der stand bis zur einheitlichen Übersetzung alter Namen für das schöpferisch Wesentliche/Sinngebende durch Erasmus von Rotterdam und Martin Luther noch nicht mal dem Namen nach im kirchlichen Kult-Text des Neuen Testamentes. Das Zwergenmaß, das heute bei der rein literarischen Betrachtung als historischer Jesus hinten herauskommt oder ein dann noch übrig bleibendes „nachösterliches“ Glaubensgespenst, das alles lässt sich als historischer Grund des Neuen Testament und dessen geschichtlichen Folgen völlig unmöglich machen.

 

Während bisher meist die Frage nach dem historischen Jesus im Vordergrund stand, wird hier nach dem Grund eines echt neuen Bundes und der Texte gefragt.

-Statt das in Folge Moses Josua/Jesus genannte historische christliche Wesen (Logos/Wort) allein in der heute Ökologie/Evoluiton genannten, dem in Vernunft erklärten natürlichen Werden zu begründen, wird der in Vernunft/Natur/Gesamtheit begründete „Sinn“ bedacht, wie er bereits am Anfang den Geboten zugrunde lag und die christliche Lehre ausmacht. Der einen echt Neuen Bund bewirkte, so in kirchlicher Lehre und Schrift Geschichte machte, bis zur Aufklärung Kultur-Bestimmung war.

Und was so in Aufkärung über die wahren kulturellen Wurzeln – wie es Aufgabe einer neutestamentlichen Wissenschaft wäre – wieder dazu führen könnte, auf bei mündigen, selbstverant-wort-lichen Menschen die vielfach gepredigte, als „Ökologie des Menschen“ nur gegenseitig geforderte Weltvernunft kult(ur)bestimmend zu machen.

Das Neue Testament:

wenn weltgültige Vernunft im aufgeklärten Verstand der alten Glaubensvorstellungen neue Kult(ur)bestimmung/Sinngebung ist

Von wegen, da war nichts Neues, wie heute den künftigen Theologen allein in der Markusvorlesung, wo weiter ein junger Mann als angeblich einzig wissenschaftlich am Anfang steht, vermittelt werden muss. Und wo sich so das Neue Testament auf einen „nachösterlich“ (was immer das dann sei) entstandenen Glaubenstext reduziert, der einem Guru aufgesetzt worden sei. Was für damalige Bildungsbürger angeblich nur apologetisch aufgemotzt sei, indem man den guten Jungen gar zum Logos (antiker Vernunft-/Sinnlehre) gemacht hätte.

Schon dem römischen Bildungsbürger kann bei seiner theologischen Markus-Geschichte, die heute als ein kreatives Kultmärchen erklärt wird, das auf  höchst literarisch-vernünftige Weise als erfüllt gesehene Göttergeschichten oder prophetische Vorbilder aufgriff, nicht einfach das Aufbacken alter Literatur im „guten Glauben“ (an was auch?) unterstellt werden. Ohne die damals nun in natürlicher schöpferischer Wirklichkeit begründete gemeinsame Bestimmung und in diesem Sinne vernünftige Lebenslehre zu bedenken, ist die gesamte neue Kult-Literatur nicht mehr erklärbar.

Noch weniger ist ein solches Glaubenskonstrukt mit den weiteren früchchristlichen Erkenntnislehren zu machen, beispielsweise dem damals auch in Rom ebenso vertretenen Marcionismus. Wie im Diasporajudentum Alexandriens galt auch dort die in Vernunft/Natur begründete Sinngebung (Logos) als Christus. Da jedoch im Marcionismus die Thora/Moses nicht aufgeklärt-allegorisch verstanden, sondern verworfen wurde, weil nur noch die Vernunftlehre galt, wurden dort erstmals auch „Neue“ Kult-Texte (ein Evangelium und Paulusliteratur) herausgegeben, als von der Kirche noch die ins Griechische übersetzte Thora gelesen wurde. Und noch weit, weit weniger als diese Texte, lässt sich mit dem Nichts (Neues), das bei einem heilspredigenden Landstreicher heute gelehrt werden muss, die gesamte vom Neuen Bund/Testament ausgehende kulturelle Entwicklung erklären.

Was beispielsweise als christliche Lebensweise des Neuen Testamentes gilt, kam weder aus dem Mund eines Wanderpredigers, noch ist es in nächtlich-nachösterlichen Stimmen diktiert worden. Was zur Zeitenwende auf philosophische Weise als Sinn des Seins nicht im Selbst oder kurzsichtiger eigener Lustbefriedigung, sondern im kreativen Ganzen bedacht wurde, war Maßgabe. Die in diesem Sinn definierte philosophische Weisheit, wie sie nicht allein die Stoa lieferte und das Thema der Wanderlehrer war,  ist jedoch nicht nur einfach in die Texte eingeflossen, sondern im neuen Bund/Testament statt hellenistische Göttermythen und taub gewordener jüdischer Gesetzlichkeit für Beschnittene zur tiefgreifenden Kultur-Bestimmung geworden. Was, wie zu beobachten, weit über die abstrakten philosophischen Vernunft-Lehren der weiter götterhörigen Intellektuellen hinausging, anfänglich in christlichen Vereinen verschiedener Erkenntnis-/Reformbewegungen und dann zur kulturbestimmenden Lebenswirklichkeit wurde.

Oder anders: Wenn im Neuen Bund/Testament von „Glaube“ gesprochen wird, dann ging es völlig unmöglich um einen jungen Guru als neuen Gott, ein Geisteskonstrukt oder das für wahr halten eines vorgesetzten Gottesbildes, wie es heute allgemein als Glaube gilt. Was Juden der Diasprpoa, wie Griechen als Sinn/Logos des kreativen Weltganzen erkannten, war das, was mehr oder weniger gegen die alten Vorstellungen gestellt wurde. Und dieser Vernunftsinn natürlichen Werdens wurde in kirchlicher Trinität als wesensgleich, nicht die Rolle der Vätergottheiten einnehmend, sondern diese offenbarend definiert. Doch diese Sinnhaftigkeit allen Werdens war letztlich das, was heute allen ökologisch, humanistisch, sozial oder sonst für die kreative Gestaltung von Zukunft engagierten Weltbürgern als sinnvoll und vernünftig gilt. Und damals nicht nur „ideologischen“ Kultstatus erhielt, sondern erst im aufgeklärten Verstand des Alten, jenseits der alten Gottesbilder und Mysterien zur kulturellen Bestimmung im Sinne des kreativen Ganzen wurde. Denn der von der Hochschullehre  „Apologetik“ genannte , so nicht allein von der Kritik den Anfängen unterstellte Betrug, kommt in historischer Wirklichkeit so wenig in Frage, wie der Glaube an spirituelle geheimnisvolle Eingebungen, jüdische Gesetze/Thora oder griechische Göttermythen, Gottesbilder, die dann nach dem Tod eines Guru geheimnisvoll aufgeflammt wären.

Während im heutigen Naturalismus meist nur versucht wird, einzelne Naturgebenheiten nachzuäffen, das so im Sozialdarwinismus begründete Recht des Stärkeren im Wirtschaftsleben weiter für selbstverständlich erachtet wird, fragten die damaligen Denker nach dem Sinn der Natur/des kreativen Werdens. Und dieser Sinn, den heute jedoch insgeheim jeder voraussetzt, der von Vernunft im Sinne des ökologischen Ganzen oder gemeinsamer Zukunft redet, ohne den kein Umwelt-, Sozial-, Zukunftsengagement oder keine Weltklimakonferenz wäre, wurde im jüdischen Sinne als götterfreie Kultur-Bestimmung/Wort, im Namen Josua/Jesus verstanden. Die sich so ergebende Lebenslehre wurde später im Orient nicht von einem gekreuzigter Gottessohn, sondern auf arabisch von einem Propheten verkündet.

Und wenn dann die alten Kultvorstellungen aufgrund „gegenwärtigen“ Sinn offenbarender Vernunftlehre (Logos)  nicht einfach verworfen werden, wie das beispielsweise der Marcionismus mit der Thora machte. Sondern wenn im bildhaft aufgeklärten Verständnis des Alten (Auferstehung) in kreativer kultureller Entwicklung daran angeknüpft wird. Wenn sich darauf berufen wird, die alten Kultvorstellungen so zurecht als erfüllt gesehen werden, weil nicht im Ausreißen der Wurzel, sondern im kreativen kulturellen Wachstum die aufgeklärter Welt gültige Vernunftlehre erst kultur-/volksbestimmend wird. Dann ist dies eine neue „Nachösterlichkeit“, wie sie dem Neuen Testament der Kirche, aber auch dem Koran zugrunde liegt.

Denn als Grund des Neuen Testamentes bzw. des christlichen Glaubens kommt einzig noch eine Bestimmung/Sinngebung in Frage, wie sie sich zur sog. Zeit Jesus in früher Naturwissenschaft, damit weltgültiger Vernunftlehre (Logos) begründete, was auch dem Koran zugrunde liegt. Die Suche nach einem neuen Bund,  für den allein schon daher kein heilspredigender Guru aus Galiläa in Frage kommen würde, war nicht auf die Diaspora beschränkt, sondern wird auch bei den Funden in Qumran, nahe Jersalem nachgeblättert. Doch dem Denken, bei dem aufgeklärte, das Alte Testament (Thora/Wort) bildhaft verstehende Juden der Diaspora den prophetischen Bund neu begründeten, folgte die Kirche. Dort, wo dann auch die Texte dieses „Neuen Testamentes“ entstanden, wurde im Bedenken der gesamten philolosophischen Lehren, deren Thema die Frage nach dem Sinn des natürlichen Werdens  und menschlichen Seins und damit Vernunftlehren (Logos) war, auch der Sinn des Kultes in Vernunft bedacht und der neue jüdische Bund  begründet. So war im philosophischen Judentum der Diaspora bekanntlich der Kosmos der Neue Tempel und die jetzt „natürliche“ schöpferische Wirklichkeit zur Thora/Wort geworden. Welche massenhafte Hirnwäsche sollte dazu geführt haben, dass hier, wo Menschen den Sinn allen Seins in Vernunft/Natur bedachten, dieser im neuen jüdischen Bund jetzt als Thora/Wort galt und dann auch Kult-Texte im Namen Jousa/Jesus entstanden, ein zufällig gleichnahmiger Guru nach seinem Tod zum Wort erhoben oder gar ein nachösterliches Glaubensgespenst als Logos an die Stelle der bisher maßgebenden Vernunftlehre gesetzt wurde?

Noch absurder wird die Sache, wenn man bedenkt, dass das Diasporajudentum bei der Neubegründung des Alten Testamentes in weltgültiger Vernunft zwar vereinzelt von Josua sprach, sich in seinen Weisheitslehren wie Josua/Jesus Sirach darauf berief, in den neuen Kult-Texten jedoch griechische und dann lateinische Gottesnamen für den in Vernunft erklärten Sinngrund standen. Denn erst in der volksförmigen Eindeutschung der Reformation, wahrscheinlich in Bezug auf antike Weisheitslehren (Melanchton bezog sich auf Jesus Sirach), wurde einheitlich der Name „Josua/Jesus“ der als Christus geltenden Vernunft-Bestimmung der Antike zur Seite gestellt, lateinische Gottesnamen einheitlich in „Jesus“ übersetzt.

Mit einem Guru oder einem Glaubensgespinst, das in der heute als Auferstehung ausgelegten Gemeindebildung entstanden wäre, hatte das anfänglich weisheitliche Denken im Namen Josua/Jesus, hatten die gesamten christlichen, in zeitgemäßer Vernunftbestimmung begründeten Verhaltenslehren nichts zu tun. Was so im Judentum der Diaspora den neuen prophetischen Bund begründete, lässt sich damit auch genau dort beobachten, wo die noch göttertreuen Philosophen lehren. Denn die im Mittelplatonismus vertretene Vernunft-/Lebenslehre der Stoa, die etwa dem entspricht, nach was heute mit Ausnahme neuer Nationalisten/Populisten alle rufen, galt den Juden der Diasproa als Wort, damit als eine jetzt weltgültige schöpferische Bestimmung von Weltbürgern. Wo sich dann auch die Römer immer mehr von den Göttermysterien und altem Opferkult befreiten, war das alles andere als ein Hirngespinst des Glaubens, wie es heute angenommen und letztlich als Grund des Neuen Testamentes gelehrt wird. Die in Natur begründete, allen philosophischen Lehren zugrunde liegende Vernunft war im Sinne des seit Moses nur Beschnittenen maßgebenden Wortes/Thora eine weltgültige menschliche Bestimmung: Der neue Gottes-, David-, Menschensohn, König der Juden, Messias, Christus. Dass diese im natürlichen Werden begründete Bestimmung als  verjüngter weltgültiger Moses (kein Zweibeiner, sondern bereits als frühe Philosophie gesehen) dann die historische Wirklichkeit eines friedlichen Josua, lat. Jesus in der Rolle eines so zurecht nicht von Menschen gezeugten (jungfräulich geborenen) Weisheitslehrers auf dem ewigen Weg nach Jerusalem war. Und so von Blindheit befreite, mit Schriftgelehrten stritt und den traditionellen Hohepriestern verurteilt oder missverstanden wurde, diese Vernunftbestimmung in der Rolle Josua all das bewirkte, was in theologischen Bildern beschrieben wurde und in der Kirche das Kreuz der Vor-bilder auf sich nahm. All das wird zwar unter http://www.jesus-lebt-wirklich.de deutlich gemacht, ist hier jedoch hier Nebensache. Hier wir nach dem historischen Grund des neuen Glaubens/Testamentes gefragt, wie er durch heutiges Wissen gegeben ist.

Denn als geschichtlicher Grund des Neuen Testamentes kommt historisch-wissenschaftlich nur noch eine Vernunftbestimmung in Frage, wie sie heute aus dem als Ökologie, Evolution erklärten natürlichen Werdens ergibt. Die so sagt, was für die Zukunft der Gesamtheit, wie das eigene Wohl offenbar und weltgültig ist. Und die im aufgeklärten Verstand der kulturellen Wurzeln für mündig freie Menschen wieder zur gemeinsamen Bestimmung, gefeiert (von Christen im Namen Jesus) und so zur schöpferisch verant-wort-lichen Lebensweise werden könnte.

  1. Das Wissen für einen aufgeklärten Verstand ist gegeben

Auch wenn die in der Reform notwendig gewordenen absolut Setzung der Schriftform antiker Vernunft, die nicht nur dem Humanismus zugrunde liegt, sondern noch das preußische  Pflichtbewusstsein prägte, nach naturwissenschaftlicher Aufklärung nicht mehr trug. Damit Nietzsche den „Gottestod“ beklagte. Und Marx im christlichen Glauben damals nur „Opium fürs Volk“, statt einen für seine soziale Zielsetzung sinnvollen Kult sehen konnte. Dann seine politische Ideologie in den Gegensatz zu einer anfänglich zu Gütergemeinschaft von Genossen/Brüdern führenden Vernunftbestimmmung stellte. Was bekanntlich trotz Politpropaganda mit Kultstatus fehlschlug, über Stalins Massenmord zu Stacheldraht und Schießbefehl führte.

Noch 2006, als der damals meistgelesene Theologe Klaus Berger, dem ich auf zahlreichen Veranstaltungen evangelischer, wie katholischer Bildungseinrichtungen begegnete, meine „zwischen den Jahren“ letztmals an ihn geäußerte Bitte ablehnte, die antike Vernunftlehre (Logos) als christliches Wesen in Funktion Josua/Jesus zu bedenken und als Neutestamentler in Heidelberg einen jungen Mann als Gottessohn lehrte, stellte sich die Frage nicht. Der junge Mann war noch als Gottessohn der Schrift nach Gesetz. Was das über den mythischen Gottessöhne (alte Verehrung des Werdens) und jüdische Thora/schöpferisches Wort hinausgehende neue bestimmende Wesen des nun christlichen Glaubens war und auch Markus zugrunde lag, war jedem völlig selbstverständlich: Ein junger Wanderprediger aus Galiläa als der historische Jesus war noch kaum bezweifelter Grund des Neuen Testamentes. Auch wenn der immer weniger Bedeutung hatte, von dem keine Lebensbestimmung mehr ausging und er als Christus selbst von der Theologielehre nicht mehr ernst zu nehmen war. Da ein junger Mann logischerweise nicht die biblische Hoheitlichkeit haben kann, die die alten Begriffe und theologischen Geschichten zum Ausdruck bringen. Woran zwar Berger festhalten will, aber so nicht mehr ernst genommen wird.

Doch ein junger Mann, in dem auch kein neuer jüdischer Bund begründbar ist, hat sich inzwischen nicht nur als Grund des „Theologie des Neuen Testamentes“, sondern auch als literarischer Grund der biblischen Texte wie selbst der Markusgeschichte (Biografie/Geschichte jüdischer Vernunftbestimmung)  „Gott sei Dank“ in Luft aufgelöst. Weder der, noch ein ihm aufgesetztes Glaubensgespenst kommt so logischerweise noch weit, weit weniger für all das in Frage, was wir geschichtlich an Geisteswandel und dessen Folgen beobachten können. Insbesondere bei hellenistisch-philosophischen Juden der Diaspora, denen wir auch die weit über den Kanon hinausgehende Texte des Neuen Bundes/Testamentes verdanken. Mit dem, was dort in zahlreichen Bewegungen in Synthese mit hellenistischen Vorstellungen zum erneuerten jüdischen Bund und dann in Kirche oder Koran staatstragender Kult wurde, hat ein junger Mann (der unsinnigerweise weiter vorangestellt wird) nichts mehr zu tun.

Hier steht daher nicht mehr die Frage nach dem „historischen Jesus“ im Vordergrund. Vielmehr wird gefragt, wie es Aufgabe „neu“testamentlicher Wissenschaft wäre:

-Was war nun der Grund nicht nur der gesamten Texte des Neuen Testamentes?

-Was bewegte die Menschen, begründete den neuen prophetischen Bund?

-Was war die Bestimmung unbeschnittener Römer, die die Thora nicht kannten oder verwarfen und sich zu dem bekannten, was wir das „Neue Testament“ nennen?

Durch was, wie und warum wurde das Alte Testament auf neue Weise begründet?

Ein junger Guru und seine Sekte kommen heute noch nicht mal mehr als Grundlage der neutestamentlichen Texte in Frage. Der junge Mann ist in heutiger Hochschullehre selbst dem Markus-Verfasser aus der Hand genommen. Und weder der historisch-neue prophetische Bund, noch die Theologie der Texte dieses Neuen Testamentes, lassen sich in einem heilspredigenden Landstreicher aus Galiläa oder dessen nachösterlicher Erhöhung oder einem sonstigen Hirngespinst begründen. Daher wäre es Aufgabe der „Neutestamentler“ auf neue Weise zu fragen:

Was war der Beweggrund, führte gerade im hellenistischen Diasporajudentum (auf das sich auch die Väter der Kirche beriefen und in dem nicht nur die biblischen Texte des Neuen Testamentes entstanden), zu einem echt neuen Bund und seinen vielfältigen Texten, sowie allen geschichtlichen Folgen.

2. Die Zeit für einen neuen Verstand ist reif

Wenn heute…

-die Hochschullehre das Neue Testament nur noch als Text, nicht in historischer Wirklichkeit, nicht als neue Begründung des alten Bundes im aufgeklärten Verstand (Auferstehung) wahrnimmt.

Und wenn gleichzeitig die christliche Theologie, damit die Entstehung des Christentums nicht mehr in der Herrlichkeit eines Heilspredigers zu erklären ist und erklärt wird. Wenn ein blindwütig trotzdem weiter vorausgesetzter junger Mann als angeblich „historischer Jesus“ selbst im von ein hoheitlichen, in Schöpfung begründeten Wesen schreibenden Markustext, der über Lukas und Matthäus das zum heutigen Kurz-schluss führende kindlich-banale Bild prägt, nicht mehr vorkommt. Damit nur ein als „nachösterlicher Glaube“ bezeichnetes, so unerklärliches Hirngespinst bleibt, das dann nicht nur den Theologieliteraten des Neuen Testamentes, sondern allen anfänglichen, nachweislich von Vernunft-Bestimmung (Logos) ausgehenden Denkern unterstellt wird.

Damit auch in der modernen Gotteslehre der Hochschule, die nun frei aller natürlich-philosophischen Begründung künftigen Religionslehrer/n/innen eine für das Verhalten nicht mehr relevante letzte Hoffnung vermittelt. Und dabei weder die den neuen Bund begründende Vernunft-Bestimmung vorkommt, noch ein junger Mann mit Namen Jesus eine Rolle spielt.

die gesamte Glaubenspredigt weiter so tut, wie wenn nichts wäre, sich selbst in ihrer Verhaltenslehre oder Zukunftshoffnung auf Jesus Christus bezieht, wie wenn ein junger Mann als schöpferische Wirklichkeit Sinn machend, lebensbestimmend wäre. Und der aufgeklärte Mensch bei so viel heißer Luft, die nur das Herz der letzten Gläubigen erwärmt, dann nur noch den Kopf schütteln kann.

-eine historische Kritik, die nicht nur den Christus, sondern den historischen Jesus verneint, allen Ernstes die Anfänge, damit den Grund des Neuen Testamentes ausschließlich im Zusammenwürfeln alter Mythen, im Osten abgekupferter  buddhistischer Spiritualität, einem Betrug durch die Römer mit Hilfe Josephus und sonstigen historisch völlig unhaltbaren Begründungen sucht.

-die Kritiker des Glaubens eh nur Lug und Trug zu Manipulation der Masse unterstellen. Sei es durch Paulus, Konstantin oder die Kirche. Damit die meisten modernen Menschen Europas von „Opium fürs Volk“, „Glauben für Gestrige“ ausgehen, wie er weltweit blüht, dass einem vernünftigen Menschen Angst und Bange wird.

Dann wäre es für die „neutestamentliche Wissenschaft“ höchste Zeit, in aufgeklärter Weise nicht nur die Entstehung des biblischen Textes, sondern des Neuen Testamentes, seiner Bedeutung zu erklären und dies in heutige Sprache zu übersetzen.

3. Die Frage nach dem Wesen des Neuen Testamentes führt zum neuen Verstand

Der Verweis auf Philo von Alexandrien, damit jedoch gleichzeitig das gesamte philosophische Diasporajudentum, wo bekanntlich der alte Bund in Vernunft begründet, die Propheten (d.h. Moses) als frühe Philosophen und damit die gegenwärtig gültige Weltvernunft als das maßgebende Wort und damit menschliche Vernunft-Bestimmung aufgeklärt verstanden wurde, greift sicher zu kurz. Dass die Zeit reif war, den prophetischen Bund auf neue Weise zu begründen, statt nur die erstarrte Thora/Gesetzeslehre nachzubeten, lässt sich beispielsweise auch in den Qumran-Funden beobachten, wäre dort weiter auszuwerten. Und auch bei Unbeschnittenen, die ihre menschliche Bestimmung in naturbegründeter Vernunft (Logos) bedachten, dann auch die Götteropfer verweigerten, lässt sich die Entstehung früher christlicher Bewegungen beobachten. Mit Blick auf alles, was wir über die geschichtliche Situation, die Glaubenswende wissen, müssen wir auf historisch-wissenschaftliche neue Weise fragen:

Was führte zur Suche zu einem neuen Bund wie dazu, dass sich der jüdische Kult nun auch für Unbeschnittene öffnete, sich aber selbst in einem noch so herrlichen Heilsprediger nicht begründen lässt?

-Was war geschichtlich der Grund, der über der alten, taub und wie auch in den Texten des Neuen Testamentes beklagt, oft zum Selbstzweck gewordenen Gesetzeshörigkeit stand, neuer Tempel und Thora/Wort war?

-Was liegt auch dem Wesen der Gottessöhne wie Isis, Osiris, Mithras, Attis & Co. zugrunde, die die Vegetation, alles Werden auf mystische Weise verkörperten und deren Verehrung so natürlich-kreative Vernunft im Volk bzw. den römischen Staat tragenden Kult bewirken musste.  Die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in ihren mysteriösen Stierblutrituale jedoch dieser Rolle nicht mehr gerecht wurden, dann auf aufgeklärte Weise auch in ihrer Kultfunktion bedacht wurden und literarisch selbst im Markustext (im Wesen des Neuen Testamentes) aufgingen

-Was war der Grund, dass dann als „Christen“ beschimpfte und verfolgte Römer zum neuen Judentum konvertierten, den alten Gottessöhnen, Göttermysterien, Leberschau und Orakelglaube, ebenso dem Kaiser das Kultopfer verweigerten?

-Was stand dahinter, dass Römer damit zu Atheisten wurden, so den Staatsfrieden, die alte Staatsordnung gefährdeten, daher verfolgt oder zumindest aus dem Staatsdienst ausgeschlossen werden mussten?

-Was ging im Kopf von spätantiken Kaisern hellenistischer Hochzivilsation vor, (denen lt. atheistisch-kirchenfeindlicher Wissenschaftler „Bildung heilig war“) die bisher die kosmische Ordnung repräsentierten, dann jedoch diesen neujüdischen Kult nicht weiter verfolgten, sondern zum staatstragenden Kult der neuen Welt machten?

-Was war Thema, als in jahrhundertelanger heftiger Diskussion über das christliche  Wesen zwischen intellektuellen Neuplatonikern für das Judentum des Neuen Testamentes eine einheitliche Lehre, so die Kirche gebaut wurde?

-Was hat die völlig hellenisierten Juden der Diaspora, die immer weniger des Hebräischen mächtig waren bewogen, das alte Alte Testament ins Griechische zu übersetzen?

-Was war der Grund für die unzähligen Reform-/Erkenntnisbewegungen und ihre Texte. Die von urchristlichen Bewegungen, wie dem Markionismus, gegen die dort abgelehnrte Thora ausgetauscht wurden?

-Was stand dahinter, dass die das Alte Testament allegorisch, Moses als frühe Ver nunftlehre sehen Denker jüdischer Diaspora, denen die als Kirchenväter geltenden Neuplatoniker (von Vernunft/Logos ausgehend) folgten, die neuen Texte dem Alten Testament zur Seite stellten?

-Was führte zur christlichen Mission rund um das Mittelmeer? Bei der Römer, mehr noch als das thoratreue Judentum, wegen ihrem götterfreien Weltverständnis und der Ablehnung des bisher staatstragenden Kaiser-Opferkultes als atheistisch angeklagt und verfolgt wurden?

-Was steht hinter der Mission von Menschen „die dachten den Sinn ihres Seins erkannt zu haben und von nichts anderem mehr sprechen wollten.“

(So fasst beispielsweise Barbara Aland in „Die Gnosis“ die vielfältigen frühchristlichen Erkenntnislehren zusammen. Damit jedoch auch die zur Kirche gewordene Erkenntnis, die sich als wahrhaftig und weltgültige sah, statt geheimnisvoll und falsch, so im neuen Bund/Testament zum göttermysterienfreien Staatskult führte. Denn dass das philosophische Judentum dem die Kirche folgte, wie die gesamte antike Philosophielehre, (für die nach Senca im Segelschiff der Welt „ohne Ziel/Sinn kein Wind günstig war“) von einem Sinn ausging, ist auch klar. Und genau dieser in Natur/Schöpfung in Vernunft begründete Sinn allen Lebens und seine Verhaltenslehren sind dann keine reine Philosophie geblieben,auch keine Erkenntnis für christlich Eingeweihte in gnostischen Geheimbünden geblieben, sondern im neuen Bund zur Volksbestimmung geworden.)

–Was stand hinter der Lehre der als Apologeten oder Kirchenväter geltenden neuplatonischen Vordenker der Kirche, wenn die heutige Hypothese wegfällt, dass diese so den herrlichen  jungen Mann (der weder in Lehre noch Texten das Thema war), für Bildungsbürger apologetisch als Logos (damit auch in Vernunft erklärter Lebensinn) ausschmücken wollten?

-Was hat nun nicht nur jüdische Bildungsbürger der Diaspora, sondern die als Kirchenväter geltenden Neuplatoniker bewogen, die Texte des Alten Testamentes im Sinne gegenwärtiger Vernunftlehre auszudeuten und so das Alte Testament als erfüllt zu sehen, statt abzulehnen?

-Was war der Grund für all das, was sich sonst historisch beobachten lässt, sich beispielsweise dann als christlich geltende Kultgemeinschaften mit Gütergemeinschaft und selbst von Gegnern gelobtem sozialem Engagement, damit gelebter Vernunftlehre/Stoa bildeten?

Die Sache mit klein Jesus, der Sekte eines arbeits- und ehescheuen Handwerksburschen aus Galiläa, der als häretischer Landstreicher mit seinen Freuden (nach dem derzeit in Sachen historischer Jesus lehrmeinungsführenden Heidelberger Neutestamentler Gerd Theissen doch trinkfreudig) saufend um den See Genezareth zog und der nach seinem Tod in Gemeindebildung als auferstanden herrlich wurde, hat sich als Antwort endgültig erledigt. Der junge Mann, der logischerweise all das nicht gewesen sein kann, was dann aus ihm gemacht wurde und der so auch nicht der Theologie des Neuen Testamentes zugrunde liegt oder dem in Markus beschriebenen Wesen (noch weit weniger der Paulusliteratur oder gar den mit Vernunft-Bestimmung überschriebenen Johannestexten), kommt als Antwort auf all das, was historisch war, nicht mehr in Frage.

So wenig es…

-bei der im Diasporajudentum in Vernunft bedachten ägyptischen Maad (frühes Modell naturbegründeter Sinnhaftigkeit/Gerechtigkeit im Leben) um ein Mädchen oder bei den ebenso die Kreativität in Kosmos und Kultur verkörpernden Gottersöhnen wie Osiris, Mithras & Co. um  junge Männer ging,

-bei der der Vita Moses (als früher Phiosophie/Sinn-Vernunftlehre gesehen) ein alter Mann das Thema war,

-in der Josefsgeschichte, die heute als hochphilosophisches Werk einer unbeirrt von allen Sinnlosigkeiten des täglichen Lebens nur ökologischer-Vernunft/Natur folgenden, heute daher höchst modernen Staatsform vorgestellt wird, die vom Diasporajudentum genau dort diskutiert wurde, wo auch die Markus-Geschichte der Kaisergottheit eine Alternative gegenüberstellte, um Storys aus dem  Leben eines Juden mit Namen Josef ging.

-auch die philosophischen Geschichten und Gestalten der Griechen ihren Grund nicht in zweibeinigen Wesen oder diesen nachösterlich aufgesetzen Konstrukten hatten, sondern einen philosophischen Sinn volksförmig vermittelten, (was Christoph Markschieß in „Gnosis und Christentum“, auch bei den außerbiblischen Lehren oder Evangelien aufzeigt)

…ist es in den dort zeitgleich und im gleichen Geist entstandenen Texten des neuen Bundes/Testamentes die zum Kanon der Kirchenväter genannten Neuplatoniker wurden, um einen Guru mit Namen Jesus oder ein diesem folgendes „nachösterliches“ Geisteskonstrukt gegangen.

Einen jungen Mann oder ein nach dessen Tod entstandenes Geisteskonstrukt weiter als einzig historisch an den Anfang zu stellen, ist ebenso wissenschaftlich, wie beim ägyptischen Natur-/Kulturmodell der Maat (aus der auch die Vernunftgebote Moses und dann Paulus erwuchsen) aufgrund alter Kult-Bilder nur nach einer verherrlichten jungen Frau zu fragen, bei den in die Texte des Neuen Testamentes eingeflossenen griechischen Gottessöhnen nach halbstarken Männern. Oder in der Josefs-Philosophie über die wahrhaft natürlich-vernünftige Politik, die sich allem Unsinn verweigert, nur die Lebensgeschichte eines schlauen Juden lesen zu wollen.

Auch der heutigem Monotheismus derzeit zu Recht gemachte Vorwurf, den eigenen, als alleinigen Gott absolut über andere Gottesvorstellungen zu setzen, damit Gewalt und Krieg hervorzurufen, lässt sich den christlichen Anfängen nicht mehr unterstellen. Ein junger Mann, der das alles logischerweise nicht war und wollte, noch nicht mal das Thema der später entstandenen synoptischen Evangelien war, konnte nicht zu einem jetzt auch für Römer geltenden Gott (was immer das dann gewesen wäre) erhoben werden. Was sich aber auch kulturhistorisch für jeden römischen und noch mehr jüdischen Denker völlig ausgeschlossen hätte.

Noch wurde von Denkern, die das traditionellen Juden wegen seiner gewalttätigen, kriegerischen Feindschaft gegen die hellenistischen Vorstellungen verurteilten, sondern in der weltgültigen Vernunft der philosophischen Lehren die alte jüdische Bestimmung sah, ein neuer Gott mit Gewalt als alleinseligmachen durchgesetzt. Weder ein junger Guru, noch ein Gespenst des Glaubens kommt dort als neue Sinngebung in Frage, wo alles Werden in Vernunft erklärt und aus dieser Natur menschliche Bestimmung im neujüdischen Sinne abgeleitet wurde. Wer in der medizinischen Hilfe des Arztes die wahre schöpferische Hilfe/Wirklichkeit sah, hat keinen handauflegenden Guru zu einem kleinen Gott gemacht oder nur alte Gottesbilder als alleingültig aufgewärmt.

Und wo das Alte Testament von urchristlich Bewegungen, wie dem Marcionismus abgelehnt, statt wie in der Bildung des Diasproajudentums auf bildhafte Weise als frühe Philosophie/Vernunftlehre verstanden wurde, kann man es drehen und wenden wie man will. Allein die Texte, denen dann erst viel später auch neue Kultlesetexte eines Neuen Testamentes zur Seite gestellt wurden, können als Grund des Neuen Testamentes bzw. des Christentums nicht in Frage kommen. Wo daher nicht nur Texte ausgelegt werden, sondern historisch-wissenschaftlich gefragt wird, was vor den Texten der Beweggrund war, zu diesen Texten führte, bleibt nur die nur eine Antwort: Eine Sinngebung als Bestimmung im prophetisch-bildfreien Sinne, die sich aus dem nun in Vernunft erklärten Werden (Logos) ergab.

4. Statt weiter schriftgelehrt am Christus oder dem historischen Jesus zu zweifeln, nach dem Grund des neuen Bundes fragen

Vergessen wir daher…

die Frage nach dem historischen Jesus im modernen, meist rein „schriftgelehrt“ bleibendem Sinne:

Was alles geschrieben steht, aber so historisch nicht gewesen sein kann, heute nur aus alten hellenistischen oder hebräischen Mythen und einem unbestimmten „nachösterlichen Glauben“ erklärt wird.

Oder dass der historische Jesus nicht gewesen wäre. Weil es weder in den historischen Schriften, noch den sogenannten außerbiblischen Schriftzeugnissen um einen junge Mann ging, sondern im Sinne des Alten Testamentes um Josua als Christus. Dann aber selbst von Kritikern, die Jesus als Josua sehen und die Auferstehung als Wiederverstand deutlich  machen, weiter nur Poesie gelesen wird, ein Aufbacken alter Mythen, ohne nach dem philosophischen Grund des „Neuen“ zu fragen.

Gleichwohl heute klar ist, dass die weltgültige Vernunftbestimmung im philosophischen Judentum der Diaspora, wie auch für die Vordenker der Kirche die Funktion des friedlich verjüngen Moses, Hoffnung auf neue Zeit, damit in historischer Wirklichkeit Josua/Jesus war. Und wie hier auch die Gottesssöhne der Mythen als Verehrung allen Werdens/Vegetation, damit als das galten, was nun in Vernunft erklärter Grund neuen Kultes war.

-die Auslegung der gesamten Texte rund um das Neue Testament.

Gleichwohl auch die zeigt, wie es in der Theologie „aller“ urchristlichen Texte um das ging, was aufgeklärten Juden die zum Maß der Lebenslehre gewordene weltgültige Vernunftlehre (Logos) war. Was von Schriftgelehrten abgelehnt und von eigenen Anhängern missverstanden wurde, von Blindheit befreite, den Teufel austrieb… all das bewirkte und in dem das erwartet wurde, was das später Jesus genannte christliche Wesen verköperte.

-die gesamte Betrachtung der hebräischen, wie hellenistischen Vorgängerkulte

Gleichwohl die allesamt ganz eindeutig, ob im Weiterdenken der ägyptischen Maat oder Kosmo-Theolgie, wie ähnlicher persischer Philosophie (Zarathustra) als Wort/Thora oder die Vegetation verkörpernde, so alles Werden verehrende Gottessöhnen das zum Leben bringen sollten, was dann in Vernunft zur Bestimmung wurde.

Es völlig absurd ist zu wissen, wie sich alle alten Kulturen, selbst die kabbalistische Zeichen- und Zahlenmystik oder die hellenistischen Brüder Christi (Konkurrenzkulte) wie Isis, Osiris, Mithras, Attis…  die nicht nur im Neuen Testament, dann dessen Texten, sondern im gesamten Kult und seinen Festtagen mit aufgingen, in kosmischer Realität, damit dem begründeten, was jetzt in Vernunft erklärt Grund schöpferischer Bestimmung zum Neuen Testament wurde. Dann aber zu tun, wie wenn das Neue Testament nichts Neues, sondern nur ein Luftschloss nach dem Tod eines Landstreichers oder inzwischen ein nachösterliches Glaubensgespenst gewesen wäre, das die Kirche apologetisch als Logos ausgab.

das Denken der hellenistischen Hochkultur, der gesamten frühen wissenschaftlichen Natur- und Kult(vernunft)lehren, in denen der neue Bund und die Texte entstanden.

Gleichwohl… es langweilt: Die gesamten frühen Natur- und Geisteswissenschaften, wie sie dort galten, wo das Neue Testament auch dem Text nach entstand, die mittelplatonischen Lehren und Ihre Begründung, ebenso die Stoa, kann jeder selbst lesen. Doch diese schöpferisch-sinnvolle Lebenslehre, wie sie heute höchst notwendig wäre, ist durch die christliche Mission auf vielen Irrwegen kulturbestimmend geworden, hat so zur Aufklärung geführt.

5. Christliche Mission: Natürlichen Sinn/Vernunft des Lebens kult(ur)bestimmend machen

Wenn ein junger Galiläer, wie er noch den Denkern des 17. Jahrhunderts der Schrift nach bestimmend war, so selbst die preusische Verantwortung prägte, heute nicht nur in der täglichen Lebens-Praxis jede Bedeutung verloren hat, sondern auch in der theologischen Lehre. Wenn er weder in der modernen Gotteslehre vorkommt, noch in der Theologie des Neuen Testamentes eine Rolle spielt und selbst nicht mehr als das christliche Wesen des Markus gilt. Dann muss aufgeklärt nach dem Grund christlichen Glaubens gefragt werden. Um die in natürlicher Schöpfung begründete ökologische Weisheit/Sinnhaftigkeit auf mündige Weise zur Kult(ur)bestimmung zu machen.

Allein dass die Lebenslehre, wie sie als christlich gilt und im Neuen Testament vertreten wird, durch die jüdische Weisheit, wie die philosophischen Lehren der Zeitenwende geprägt ist, dürfte unbestritten sein. Doch auch allen philosophischen Lehren lagen nicht beliebige menschliche Meinungen zugrunde, sondern ein Sinn, der sich aus dem nun in Vernunft erklärten Lebensfluss ergab.

Die auch im Diasporajudentum vertretenene und dort als Wort verstanden, dem neuen Bund  zugrunde liegenden Vernunftlehren, wie beispielsweise die Stoa, begründeten sich in der Natur. Dabei ging es nicht um philosophische Naturvergötterung, wie das bei den urprünglichen Kulturen, von den Mayas bis zu den Germanen zu beobachten ist, sondern eine gedankliche Durchdringung. All das, was die philosophischen Lehren über die Beschränkung der menschlichen Gier, das gerechte gesellschaftliche Zusammenleben ausmachte, entsprang auch keinem Naturalismus, wie er in Neuzeit zu Sozialdarwinismus oder Rassenwahn führte. Wenn nicht nur bei Seneca, Cicero & Co., sondern selbst bei Philo von Alexandrien, damit dem Diasporajudentum betont wird, wie nicht mehr Glaubensgesetzte galten, sondern die Natur für das rechte menschliche Verhalten zuständig war. So stand dahinter die Erkenntnis eines natürlichen Sinnes im kreativen Ganzen, an dem sich die aufgeklärte Welt der Antike zu orientieren suchte.  Keine philosophische oder dann christliche Lehre ist vom nächtlich-nachösterlichen Himmel gefallen oder durch weiße Vögel eingegeben worden. Es waren vernünftige denkerische Prozesse, die in den gesamten philosophischen Schulen einen Sinn im natürlichen Ganzen sahen und auf verschiedene Weise nach dessen Umsetzung suchten.

Wenn heute die Zeit um ist, der Natur einen Sinn abzusprechen. Wenn dieser auch von völlig säkularen Menschen in ökologischer, zukunftengagierter Lebenspraxis vorausgesetzt wird und der bisher nur biblisch vorgegebene Sinn selbst von atheistischen Evolutionsbiologen wie Thomas Junker in „Der Darwincode“ naturwissenschaftlich bedacht, in Natur begründet wird. Dann kann dies jedoch nicht auf den evolutionsbilogisch bestätigten natürlichen Sinn der Genweitergabe beschränkt bleiben. Geistbegabte Wesen sind nicht nur biologische Samenstreuer, die nur möglichst viele weibliche Säugetiere zu bespringen hätten, sondern müssen auf menschlich-weltvernünftige Weise für das Wohlergehen oder ewiges Lebens (so auch das ihrer eigenen Nachkommen, Gene) sorgen.

Im Sinne des Neuen Bundes macht es einen „gewaltigen“ Unterschied…

-ob Menschen einen Sinn in der Gesamtheit/aller Natur sehen, dessen verantwortlich Glieder sie sind, wie es sich das dort beobachten lässt, wo auch die Texte des Neuen Testamentes entstanden oder sinnlos leben.

-ob der Sinn des Seins nur nur in Selbstbefriedigung (ob Konsum, Kapital, Lustbefriedigung, Vernügen oder Hauptsache ich Aber“glaube“ an meine alten Gottesbilder) oder im kreativen Weltganzen erkannt wird.

-ob der Sinn in aufgeklärter Weise selbst erkannt wird oder in alten Geschichten vermittelt werden muss. An deren Stelle im Rahmen der Säkularisierung nun die moderne Marketingkommunikation oder die Unterhaltungsindustrie getreten ist.

-ob der Sinn im kreativen Ganzen selbst gesehen und auf intrinsische Weise gelebt wird oder durch Vorschriften/Gesetze, die heute an die Stelle ursprünglich staatstragender Gottkaiser und sonstiger Gottessöhne getreten sind, vorgeschrieben werden muss.

-ob der Sinn des natürlichen Ganzen nur bedacht wird oder ob er als Kulturgut erkannt und im Erbe der kulturellen Vorbilder gefeiert wird.

Wo der neue jüdische Bund und die Texte des Neuen Testamentes entstanden, war nicht nur der Sinn des kreativen Ganzen, wie der alten diesen bisher vermittelnden Mythen auf philosophische Weise gegenwärtige. Im neuen jüdischen Bund wurde er zu eine Kulturbestimmung, die im Namen Josua/Jesus zur Geschichte der westlichen Welt wurde.

Und so macht es auch heute einen ganz „gewaltigen“ Unterschied, ob der Verstand weiter überkommenen Bildern/Vorstellunge geopfert wird. Dabei gleichzeitig Vernunft gepredigt wird. Oder ob das, was aufgeklärte zukunftsorientierte Weltbürger heute als Weltvernunft fordern, die Kirchenhäupter als „Ökologie des Menschen“ predigen, im aufgeklärten Verstand der kulturellen Vor-bilder mündige, selbstverantwortliche Kult(ur)bestimmung wird. Damit der im kreativen Ganzen denkerisch begründete Sinn allen Seins nicht nur gepredigt, sondern kulturell gefeiert und so gehalten wird.

6. Erst christlich wurde die philosophische Vernunft/Sinnlehre Bestimmung

Von Seneca oder Mark Aurel, der eine philosophische Selbstbelehrung in den Kriegs-Mantel eingenäht hatte, die heute auf jeder Weltfriedenskonfernez oder bei der Frage auf ein gerechtes Zusammenleben verlesen werden könnte, konnte keine Mission dieser Vernuftbestimmung ausgehen. Der große Philosophenkaiser hat die christlichen Vernunft-Verehrer als Verweigerer der Kaiseropfer und des ihm geltenden Götterkultes noch als staatsgefährenden Atheisten verfolgen lassen. Doch seine philosophisch abstrakte Lehre war weder im eignen Leben bestimmend, noch konnte sie im Volk Vernunft bewirken.  Und wie  dort, wo Nero als Gottessohn, Stierblutrituale, Göttermysterien, Leberschau und sonstige Orakel in meist männerbestimmenten Kultgescheinschaften den Ton angaben, die philosophischen Sinn und Vernunftlehren von Seneca & Co. nicht zur Lebenspraxis im Volk führten, ist auch klar.

Die philosophische Erkenntnis (Gnosis) galt jedoch auch im Denken der dort lebenden Juden, deren wahrer König das von den Propheten (frühen Philosophen) im Namen Moses vermittelte Wort/die lebensbestimmende Weisheit war. Die Erkenntnis, dass die philosophische Vernunftlehre jetzt die Bestimmung war, die bisher von der Thora ausing, der Kosmos der neuen Tempel war, führte zum neuen Bund. Wenn von Erkenntnis gesprochen wird, dann war dies Voraussetzung jeden philosophischen Denkens. Und dies kann die keiner der frühen christlichen Bewegungen, von denen die neue Mission ausging, abgesprochen werden. Doch denkerische Erkenntnis war nicht nur bei den Geheimlehren für Eingeweihte oder sonstigen weltverneinden Vorstellungen gegeben, die daher von der Kirche abgelehnt wurden, die heute als „christliche Gnosis“ gelten. Mehr noch war philosophische Erkenntnis dort zuhause, wo der neue jüdische Bund denkerisch begründet wurde und die bekannten biblischen Texte enstandenen.

Von Schriftgelehrten, Hohepriestern und Pharisäer, die die philosophische Erkenntnis, die hellenistischen Sinn-/Vernunftlehren als neue Bestimmung/Wort verurteilten, konnte keine Mission ausgehen. Doch so, wie heute erkannt wird, dass sämtliche als frühchristlich geltende gnostische Bewegungen den Sinn ihres Seins sahen und von nichts anderem mehr reden wollte, kann diese Mission mehr noch auf dem Denkweg des Diasporajudentums  beobachtet werden, den die Kirche fortsetzte.

Die Mission, die sich auch in den Paulus- wie allen neutestamentlichen Texten ausdrückt, ging von einem neuen jüdischen Paradigma, dem neue begründeten prophetischen Bund aus, wie er sich im Diasproajudentum, aber insbesondere in Alexandrien nachvollziehen lässt. Wo beispielsweise von Philo von Alexandrien gesagt wird, dass seine „Josefesgeschichte“ vor dem römischen Senat vorgestellt worden wäre. Diese sicher nicht offiziell vorgetragene, aber im Diasproajudentum bzw. im Denken Roms diskutierte Alternative zum Gottkaisertum und Götterkult in einer Demokratie in jetzt „natürlich“ (ökologisch) begründeter Vernunft als neue Herrschaft in demokatischer Volksbestimmung, war eine Zukunfts-Vision christlicher Mission. Doch die dort in einer nun auch für Griechen geltenden (natürlich-ökologischen, nicht Glaubensgesetzlichen Bestimmung), bei der die weltgültige Vernunft im Volk der wahre Herrscher sein sollte, dem die gerechten Weltpolitiker zu folgen hätten, ist heute wieder dringend gefragt.

Die Erkenntnis, die zum neuen Bund/Testament und seiner Mission führte, lag ein „Denkender Glaube“ zugrunde:

-Bei dem hellenistische Juden insbesondere in der Diaspora in ganz verschiedenen, anfangs konkurierenden Bewegungen gemeinsam mit Griechen und Römern in gegenwärtiger, in Natur begründeter Vernunft/Sinnlehre eine neue Bestimmung jeseits von alter Glaubensgesetzlichkeit, Götterkult und Gottkaiseropfer fanden.

-Dabei dann das Alte Testament auf allegorisch-bildhafte Weise, so in den Propheten (Moses) eine frühe Philosophie/Vernunftlehre und damit die Wirk-lichkeit (Funktion) des friedlichen Josua/Jesus verstanden wurde.

-Wo auch die vormals für die Verehrung des Werdens/der Vegetation stehenden hellenistischen Gottessöhne wie Isis und die Notwendigkeit des Kultes für das menschliche Verhalten in früher psychologischer Vernunft (seelsorgerisch) bedacht wurde.

-Und wo in diesem Sinne der gesamte hebräische, wie hellenistische Kult im aufgeklärten Verstand (Auferstehung) als erfüllt in die christliche Geschichte einging, um so das, was die Philosophen abtrakt als intellektuelle Weltvernunft lehren, im Volk kult(ur)bestimmend zu machen.

Die philosophische Lehre war kein Phänomen des Anfangs. Noch bis zu ihrem kirchlichen Missbrauch durch die Scholastik, mit der die Gelbeschaffung im Ablasshandel und sonstiger Unsinn begründet wurde, war das philosophische Denken in der kirchlichen Lehre maßgebend. Doch was haben die antiken Kult-Lesetexte, die dan den Humanismus und unsere heutigen Menschenrechte begründeten, letztlich unser gesamtes Gerechtigkeitsempfinden „noch“ tragen, gemacht, dass sich heute die historisch-theologische Wissenschaft weigert, das Neue Testament in seiner Wirklichkeit zu bedenken?

Wie kann man die Vernunftbestimmung, die in historischer Wirklicheit Josua/Jesus war, wie es sich geschichtliche beobachten lässt, weiter den buchstäblichen Texten nach in der Trauerbewältigung nach dem Tod eines galiläischen Guru begründen wollen. Oder dann nachösterlichen Glaubensvisionen, gar der Halluzination eines möglicherweise vor Damaskus vom Pferd gefallenen Sektenverfolgers, der so angeblich eine Kirche gründete, dafür verantworlich machen? Dabei die christliche Mission versäumen: Die darin bestand, den erkannten/offenbaren Sinn, die in früher Ökologie begründete weltgültige Vernunft statt alter Gesetze und Gottesbilder zur kulturellen Bestimmung zu machen.

Die Rede über Gott oder dass es allen Religionen um einen Gott ging, Wissen nicht gegen die Glauben sprechen würde, das alles lässt sich erst im Rahmen eines aufgeklärten Verständnisses über die Anfänge in dem Sinne verstehen, der die Vernunftbestimmung als die Wirklichkeit Josua/Jesus war und die Rolle des Vätergottes offenbarte. Wer von sich sagte, dass kein Mensch weiß wer er ist und kein Mensch weiß, wer der Vater aller Gottessöhne, wie jüdischer Gesetzlichkeit war und dies enthüllte, war weder ein junger Aramäer, noch ein im Diasproajudentum entstandenes nachösterliches Hirngespinst.

Uns ist in schöpferischer Wirklichkeit das Wissen gegeben,

-was vor 2000 Jahren als lebendiges, gegenwärtiges Wort verstanden wurde, jetzt auch Griechen Bestimmung gab,

-auf dem ewigen Weg leiden musste, noch vor Abraham war, bereits von den Alten gesucht wurde,

-jetzt offenbarte, was im schöpferischen Sinne die rechte Lebensweise ist

und Fleisch werden, in kulturvernünftiger Weise ausgedrückt werden musste weil es nur so Geschichte machen konnte, damit auch in seiner Ausdrucksweise kein Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit war.

Die christliche Mission wäre es, im Sinne des Alten (ob in Kirche Jesus oder in Koran arbisch als Mohammed) die vielfach geforderte Weltvernunft wieder kult(ur)bestimmend zu machen.

7. Fazit im historisch-wissenschaftlichen Fakt:

Die kosmische Wirklichkeit, damit das dann natürliche, in Vernunft erklärte Werden, liegt nicht nur sämtlichen ursprünglichen Kultformen zugrunde. Gerade bei den Ägyptern (z.B. Maat) oder Persern (Zarathustra), wo das Alte Testament entstand, war es Aufgabe des Kultes, die kreative natürliche Ordnung zum menschlichen Leben zu machen.

-Die Hebräer waren Natur-/Himmelbeochter, haben Schöpfung in Schrift/Thora verfasst, das Werden als schöpferisches Wort/Bestimmung gesehen. Als frühe Philosophen geltende Propheten haben so rund 600 Jahre vor Jesus im Exil der alten Hochkulturen im Namen Moses im Verstand schöpferischer Bestimmung/Wort (bis zur Zeitenwende nur Beschnittene) von menschlichen Gottessöhnen, wie dem Pharao-/später Kaiser- und Opferkult befreit.

Sämtliche Brüder und Schwestern Christi, von den die für Vegetation stehenden Gottessöhnen wie Isis und Mithras bis zur mystischen Buchstaben- und Zahlenmystik der Kabbala gründeten in kosmisch-natürlicher Kreativität, mussten die zur menschlichen Kultur machen.

-Im Diasporajudentum wurde zur Zeit Jesus/im Namen Josua/Jesus die in Natur begründete, heutiger Aufklärung heilige Vernunft als das Verstanden, was den Alten bestimmende Thora/Wort oder Griechen die Gottessöhne waren. So wurde ein neuer Bund begründet, der in weltgültiger Vernunft als Bestimmung gründete und dafür die bekannten Texte verfasse. Die weit über die biblischen hinausgehen, in zahlreichen frühen Reform-Erkenntnisbewegungen entstanden.

Jüdische Weisheit lässt sich nicht ohne das natürliche Werden machen, entstand nicht in nächtlichen Eingebungen, sondern war so begründet, wie heute unter Wiki „Weisheit“ beschrieben wird. Die im Namen „Philo von Alexandrien“ verfassten Texte einer denkerischen Vernunftbestimmung sind damit die besten Zeugen für den Geist des neuen Testamentes und urchristlichen Glauben. Nicht zuletzt, da die Kirche an die hier entstandene, die alten Kultvorstellungen auf kreativ-aufgeklärte Weise mit aufnehmende Christologie anknüpfte, ein Teil der Philo-Texte möglicherweise erst hier entstanden. Da die frühe Kirche gleichzeitig alle weiter göttertreuen Philosophielehren sowie auch als mysteriös oder weltverneinend sich verflüchtigende früchchristlichen Lehren vernichtete, lässt sich dieses neuen Denken sonst erst wieder in aktuellen Textfunden nachlesen. Aber auch der auf anderen Wegen erhaltenen griechischen Philosophie. Denn die war im Diasporajudentum zur bildfreien Kult(ur)Bestimmung geworden, die auch den Vordenkern der Kirche galt.

Dem so von der Kirche verworfenen Marcionismus, der die Thora ablehnte und erstmals neue Kult-Texte zur Lese herausgab, galt ebenso die auch in der Stoa maßgebende, in Natur begründete Vernunftlehre einzig als Christus.

-Auch sämtliche Vordenker der Kirche und die Herausgeber des heutigen Kanon begründeten sich bekanntlich in der philosophischen Vernunftlehre, der das jetzt in Vernunft (Logos) erklärt Werden zugrunde lag. Der Christus war die maßgebende, ursprünglich in Vernunft erkärte, schöpferische Wirklichkeit. Von was auch die Reformatoren wie der Humanist Ersamus von Rotterdamm oder Martin Luther bei ihrer Übersetzung noch ausgingen, als sie in Berufung auf die alten Kulttexte als das maßgebende Wort von missbrauchter kirchlicher Lehre befreiten.

-Dass die Johannes-Texte von dieser Weltvernunft handeln, ist bekannt.

-Auch der Paulusliteratur/-theologie, wenn sie nicht irrsinnig weiter der Halluzination eines Sektenverfolgers in die Schuhe geschoben, sondern in frühen christlichen Erkenntnislehren, dort in der Übernahme platonischer Vernunft im Rahmen eines neuen jüdischen Paradigmas gesehen wird, lag (wie dem Marcionismus, der ja auch erste Paulusliteratur herausgab) die in Schöpfung begründete Vernunftbestimmung als Christus zugrunde.

-Nun handelt auch der römische Bildungsbürger, der inmitten der antiken Vernunftlehren die bisher das banal gewordene Verständnis tragenden Markgeschichte  verfasste, so jedoch auch den Grundstein für den heutigen Kurzschluss legte, nicht von einem jungen Mann als Gott, sondern…

(Einer Biografie jüdischer Vernunftbestimmung/Wort, das die Propheten und Göttersöhne mit in deren Leben und Leiden aufnahm und dies in volksverständlicher Gestalt eines Weisheitslehrers dem Kaiserevangelium auf kreative Weise entgenstellte. Was damit auch in seiner Ausdrucksweise kein Scheinwesen war, sondern Geschichte machte. )

Bei der Frage nach dem Grund des „Neuen“ gibt es nur eine Lösung:

8. Das Neue Testament war und ist dann, wenn…

-nicht mehr alte Texte/Glaubensgesetze maßgebend sind, sondern gegenwärtige Vernunftlehre im Sinne des Alten als Sinngebend zur kulturellen Bestimmung wird.

-sich im aufgeklärten Verstand des Alten, dessen bildhaftem Verständnis auch die Gegensätze zwischen den Kultformen auflösen.

nicht mehr Orakel, Leberschau, geheimnisvolle Lehren oder auf heutige Weise wundersame Dinge geglaubt werden, die gegen alle Vernunft/Logik natürlichen Werdens (auch in Kultur) sprechen.

die Hörigkeit gegenüber alten Texten, die dann meist entleert, gegen andere Lehren gestellt werden, aufgehört hat und in der gegenwärtigen/offenbaren Vernunft (was auf Weltfriedens- wie Klimakonferenzen und sonst für das eigene Wohl und die Zukunft vernünftig ist) als eine gemeinsame Bestimmung verstanden und gefeiert wird.

keinen alten Gottesbilder/-vorstellungen mehr geopfert wird, sondern das, was weltgültige, wissenschaftlich begründete und ausdiskutierte Vernunft ist, im Sinne der Anfänge zur schöpferischen Bestimmung geworden ist. Wenn damit auch das, was bereits den Propheten als frühen Philosophen bild- vorstellungsfrei einzig schöpferisch wesentlich war und sein wird: JHWH bestimmend wird. (Auch wenn dies im Kult auf kulturvernünftige, zeitgemäße Weise in alten Gottesnamen oder als „Herr“lichkeit persönlich angesprochen, besungen und verehrt wurde.)

9. Aufgabe einer „neu“testamentlichen Wissenschaft wäre es:

-Den Grund des Neue Testamentes in Vernunft (wozu auch die kreative Bewahrung des allegorisch zu verstehenden Alten gehört/e) zu hinterfragen und zu erklären.

-Wie im Judentum der Diaspora in vielfältigen Bewegungen (gerade im Namen Philo von Alexandrien deutlich beschrieben) der prophetische Bund in zeitgemäßer, in früher Naturlehre begründeter Vernunft auf neuen Beine gestellt wurde. Und wie damit die weltgültige Vernunft zur kulturellen Bestimmung auch für Unbeschnittene wurde, so der neue Exodus war.

-Zu bedenken, wie die Abwendung der selbst den Philosophen der Stoa geltenden Göttermysterien/-opfer, ein notwendiger Schritt in kultureller Entwicklung war. Und wo damit der Mehrwert des „Neuen Testamentes“ lag. Wie so auch dessen Texte zu verstehen sind, die das in philosophischer Vernunft erfüllte Erbe der Vorbilder aus philologischer Vernunft antraten.

-Warum es auch heute keinen Sinn macht, die Wurzel, in der unsere Kultur erwachsen ist, auszureißen oder gar ohne Stamm weiter wachsen zu wollen. Wie auch heute allein eine Vernunftlehre am Neuen Testament vorbei zu kurz greift. Keine gemeinsamer mündiger Verant-wort-ung enstehen kann, wenn weiter nur alten, taub gewordenen Gottesvorstellung selbst der Verstand geopfert wird. Damit oft mörderischer Aberglaube herrscht oder auf säkulare Weise das kurzsichtige Selbst, der Konsum, das Kapitel oder gar Freizeit und Fußball… vergöttert werden.

-Wie gerade heute die Notwendigkeit einer kulturellen Verehrung dessen, was auf schöpferische Weise als vernünftig für das Wohl der heutigen Welt, wie gemeinsamer Zukunft erkannt wird, gegeben ist. Und wie eine gegenwärtige Vernunft, die sich im Sinn des Neuen Testamentes auch in alten Kultvorstellungen verankert, genau das, was alle Intellektuellen aus vernünftig-sinnvoll einsehbaren Gründen gegenseitig fordern, zu einer wesentlich tiefgreifenderen kulturellen Bestimmung machen könnte.

-Wie damit das, was heute als vernünftig erkannt wird, weiter aus „neuen“ gegenwärtig-vernünftigen Gründen  weiter in altbekannten Vorstellungen der jeweiligen Kultur gemeinsam zu feiern und zu besingen wäre. (Heute gar von atheistischen Evolutionswissenschaftlern wie Thomas Junker belegt, beispielsweise in „Der Darwincode“ oder „Evolution der Phantasie“ sowie neurobiologisch und kommunikationswissenschaftlich sowie modernen Psychologen vielfacht beschrieben. Ähnlich wie auch die philosophischen Seelsorger jüdischer Diasproa die Notwendigkeit des Kultes und seiner Erneuerung bedachten.)

Denn wenn im Beharren auf alten Vorstellungen und Lehren einer Aufklärung der Weg verbaut wird, wie sie dem „Neuen Testament“ zugrunde liegt, unsere Kultur bis zur Aufklärung bestimmend getragen hat und uns auf dem Weg zum Friede zwischen den Kulturen jetzt in aufgeklärt-gelebter Vernunft weiterbringen würde. Dann ist dies ein Verbrechen an der Menschheit.  

Die Uhr der Zeit dreht sich „Gott sei Dank“ immer weiter, nicht zurück.

Nicht nur im politischen Alltag ist klar, dass „Neue Zeit neue Lösungen“ braucht. Zum Jahreswechsel auch in der Kirche viel davon gesprochen, wie alles neu wird. Es wird davon gesungen, wie das Alte qäult, es Zeit wird, sich zum Neuen zu bekehren. Nach der schöpferischen Quelle des lebendigen Wassers/Lebensflusses (natürlichen Werdens) wird auch in der Jahreslosung gesprochen.

Es wird Zeit, das ernst zu nehmen. Nicht dem Neuen Testament weiter das Neue abzusprechen, es nur im Alten zu begründen, sondern so in neuer Weise zu verstehen, um weltgültige Vernunft, nach der wir rufen, zur gemeinsamen Bestimmung zu machen.

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